Veröffentlicht am 31. Juli 2022, 15:03
Schweizer Traditionsmarke: „Foreign Judges“ soll Emmentaler vor europäischen Nachahmern schützen
Der Schweizer Emmentaler soll besser vor Nachahmern im Ausland geschützt werden. Deshalb geht die Sortenorganisation vor den Europäischen Gerichtshof.
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Von der Lochgrösse bis zur Farbe der Käsemasse: In der Schweiz unterliegt die Herstellung von echtem Emmentaler strengen Regeln.
ZUM
Im Ausland hingegen ist der Emmentaler weniger geschützt.
20 Minuten/Simon Glauser
Um das zu ändern, ziehen Schweizer Käsehersteller vor den europäischen Gerichtshof.
20 Minuten/Simon Glauser
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Für die Herstellung von Emmentaler in der Schweiz gelten strenge Regeln. Nicht so im Ausland.
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Um die Traditionsmarke besser vor ausländischen Nachahmern zu schützen, klagt die Sortenschutzorganisation vor dem Europäischen Gerichtshof.
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Das Ziel: Nur echter Schweizer Emmentaler soll sich «Emmentaler» nennen dürfen.
Die Emmentaler Organisation will, dass der Schweizer Emmentaler besser vor Nachahmern im Ausland geschützt wird. Deshalb sollen nur echte Schweizer Emmentaler «Emmentaler» genannt werden dürfen, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. Bei allen anderen Varianten muss der eigentliche Herkunftsort im Namen enthalten sein. Der Emmentaler aus dem Allgäu beispielsweise sollte dann „Allgäuer Emmentaler“ heißen. Um ihr Ziel zu erreichen, ziehen die Schweizer Käser nun vor den Gerichtshof der Europäischen Union (EUG), der Teil des Gerichtshofs der Europäischen Union (EuGH) ist.
Anfang 2021 entschied das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO), dass sich Emmentaler nur auf eine Käsesorte beziehe und nicht auf die geografische Herkunft eines bestimmten Produkts. Also brachte Emmentaler den Fall vor europäische Richter. Gemäss dem Bericht der «NZZ am Sonntag» sollen dort im kommenden September die Anhörungen beginnen.
Wirtschaftliche Gründe
Gleichzeitig reichte der Emmentaler im Januar ein Gesuch um Aufnahme in das Genfer Archiv ein, dem die Schweiz letztes Jahr beigetreten ist. Das internationale Abkommen erlaubt es Schweizer Produzenten, in einem einfachen Verfahren geschützte geografische Angaben in zahlreichen Ländern gleichzeitig eintragen zu lassen.
Die Bemühungen der Käser, ihre Appellation zu schützen, haben hauptsächlich wirtschaftliche Gründe. Denn Herr und Frau Schweizer zahlen für lokale Produkte gerne etwas mehr. «Wir profitieren von dieser Premium-Swissness und wollen nicht, dass andere davon zu Unrecht reich werden», sagt Alfred Rufer, stellvertretender Leiter der Sortenorganisation Emmental.
Für die Herstellung von Emmentaler in der Schweiz gelten strenge Regeln. Eine Spezifikation gibt zum Beispiel die Größe der Löcher oder die Farbe der Käsemasse vor. Zudem ist das Anbaugebiet des Emmentalers eingeschränkt.
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