Schwingen: Die Berner Legende ist nach der Stoos-Schwinget in aller Munde

Nichts für Berner Gemütlichkeit: Christian Oesch ist während des Stoos-Schwinget mehrmals total erschrocken. Es gibt mehrere Entscheidungen der hohen Herren im Klassifizierungsausschuss, die den sechsmaligen Eidgenossen erröten lassen. „Was hier abgeht, erinnert mich viel mehr an tiefsten Emmentaler Pferdehandel als an fairen Wettbewerb!“ Drei Entscheidungen machen Oesch besonders sauer.

1. Der Fall Matthias Aeschbacher

„Mättu hat sich sehr über die Kronen geärgert“, sagte der 13-fache Kronenfestsieger, der heute als Anlageberater arbeitet. Oesch geht ins Detail: «Während der Aargauer Patrick Räbmatter die Krone ohne Eidgenossen auf der Anzeigetafel gewinnt, muss Aeschbacher im letzten Jahr nach dem Duell mit Schwyz-Meister Mike Müllestein und Mittelland-Sieger Michael Ledermann gegen Kirchberg-Sieger Fabian Staudenmann antreten. Ein echter Chaos! “

Dass sich Staudenmann und Aeschbacher im Kampf um die Kränze trennten, machte es auch dem dreifachen Eidgenossen Christoph Bieri aus dem Aargau sehr schwer. Bieri hat jedoch einen Einwand: „Staudenmann und Aeschbacher hätten ein Unentschieden mit 9 Punkten gehabt, um die Krone zu gewinnen. Deshalb kann ich nicht verstehen, warum sich die beiden Berner Teamkollegen vor dem Einzug in die Bergkette nicht auf eine Offensivposition geeinigt haben und Staudenmann gewonnen hat.»

2. Der Fall Michael Ledermann

“Obwohl der 21-Jährige noch kein Eidgenossen ist, hat ihm die Stoos-Rangliste fünf Eidgenössische Kämpfer beschert. Das ist einfach unfair!”, ist Oesch sauer.

3. Der Fall Schuler-Strebel

Während die stolzen Innerschweizer bei ihrem Bergklassiker zeitweise unter die Räder genommen werden, wird die Division im Schlusskurs den Schwyzer Christian Schuler gegen die Berner Sensation Josias Wittwer pushen. „Aus sportlicher Sicht hätte Joel Strebel aus dem Aargau in diesem Finale spielen müssen. Nach fünf Gängen lag er punktgleich mit Schuler und Adrian Walther aus Bern auf dem zweiten Platz und bekam die besten Noten von allen. Neben Wittwer und Walther passt auch Strebel zu Staudenmann.“

In den Augen von Christoph Bieri ist Schulers Karriere nicht schlechter: «Christian hat den sehr starken Nick Alpiger aus dem Aargau und das Riesentalent Patrick Gobeli aus Bern besiegt .” Der Divisionschef Thedy Waser sagte der «Aargauer Zeitung» unter anderem, dass Schulers Entscheid im Verhältnis 4:1 gefallen sei. Er argumentierte, dass Christian als Einziger in der Innerschweiz übriggeblieben sei und somit dem gastgebenden Verband angehöre.

Blick konfrontiert Stefan Strebel, den technischen Direktor des Bundesverbandes, mit Vorwürfen der Berner Schwinglegende Christian Oesch. Das Eidgenössische Triple will sich dazu nicht äußern.

„Die Gerechtigkeit hat doch gesiegt“

Dass auch Christian Oesch nach dieser kontroversen Auseinandersetzung mit dem Stoos eine gewisse Genugtuung empfindet, ist Josias Wittwer zu verdanken. „Mit Wittwers völlig unerwartetem Sieg über Schuler Chrigel, den ich sonst sehr bewundere, hat endlich die Gerechtigkeit über das Unrecht der Teilung gesiegt!“

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *