Bald ist es wieder soweit und wir feiern den Nationalfeiertag. Was es mit diesem Tag auf sich hat, ist auf einem Zettel im Bundesbriefmuseum nachzulesen. Die Pergamenturkunde ist nur 32 cm hoch und datiert Anfang August 1291, der Bundesbrief.
„Das 731 Jahre alte Dokument wird sicher kontrolliert und in einer klimatisierten Vitrine aufbewahrt. Die Raumluftfeuchtigkeit wird auf 50 Prozent geregelt und die Temperatur kontrolliert. Außerdem werden Vitrine und Zertifikat regelmäßig kontrolliert“, sagt Annina Michel, Leiter des Bundesbriefmuseums. Es ist sehr wichtig, dass die Temperatur konstant bleibt, um den ursprünglichen Zustand des Dokuments zu bewahren. Die Vitrine schützt vor Staub und Beschädigung. Im Showroom gibt es kein UV-Licht, nur künstliches Licht, das der filigranen Schrift aus Pergament nichts anhaben kann. „Die Bundesurkunde ist in einem so guten Zustand, dass sie bis heute kaum restauriert werden musste. Das ist auch dem sorgfältig geschützten Umfeld zu verdanken“, so Michel auf Anfrage weiter. Seit 1936 befindet sich der Bundesbrief im eigens dafür errichteten Bundesbriefmuseum in Schwyz.
„Der Bundesbrief von Anfang August 1291 gilt als ältestes Verfassungsdokument der Schweiz. Darin verpflichten sich die Gemeinden des Innerschweizer Tals Uri, Schwyz und Nidwalden zur gegenseitigen Hilfe gegen jeden, der ihnen Gewalt oder Unrecht zufügt. Ausländische Richter sollten nicht geduldet werden, aber die bestehenden Machtverhältnisse sollten intakt bleiben. Das sagt die Bundesregierung auf ihrer Website zu dem Schreiben.
Am 1. August finden zwei öffentliche Führungen im Eidgenössischen Briefmuseum in Schwyz statt. Warum wir an diesem Datum unseren Bundesfeiertag feiern, was der Rütli-Eid und die Bundesurkunde von 1291 damit zu tun haben, erklärt das Messezentrum Am 1. August werden zweimal Führungen angeboten: um 14.30 Uhr und um 15.30 Uhr. Der Eintritt in das Bundesbriefmuseum ist an diesem Tag frei.