Ein Essay über Kurz in Die Welt ist wie ein billiger Liebesroman geschrieben. Während des Gesprächs soll er seine schlafende Freundin gestreichelt haben.
Die permanente Medienpräsenz von Sebastian Kurz geht weiter, auch international. Die deutsche “Welt” fabrizierte nach einem “Hausbesuch” beim Altkanzler einen hymnenhaften Aufsatz. Textanfang: „Er beginnt mit zerrissenen Jeans, alten Pantoffeln und einem hellgrauen T-Shirt, das auch Selenskyi gut stehen würde. Zumindest besser als das braune T-Shirt, das sie immer trägt … Es ist, als würde man die Queen tragen.“ in Jeans, was unmöglich und nicht vorstellbar ist.
Das Gespräch findet bei mehreren Gläsern Campari-Orangen-Käse-Sandwiches statt und wird durch einen kurzen Spaziergang durch Kurzs Heimatstadt Mezling unterbrochen. „Er kommt alle fünf Meter gut an und beteiligt sich an kleinen Gesprächen“, heißt es in dem Artikel. Schließlich kennt ihn dort „jeder“.
Offenbar lebte Kurz sparsam
Kurz selbst kann sagen: „Ich bin seit meinem Rücktritt rund 150 Mal auf der Straße angesprochen worden, nur zweimal war negativ.“ Seine Welt „war nie die Welt der Medien, sondern die reale Welt“, was eine etwas seltsame Interpretation von Kurzs Umgang mit Journalisten ist. „Er hat nie die geschriebenen und gesendeten Kommentare über ihn gelesen. Er wusste nicht, dass er von Millionen gehasst wurde, von Journalisten, von Social-Media-Nutzern.), Seitendenkern und der Linken des Landes. Wie Hans im Glück tat er es nicht Davon merke ich nichts“, sagte er.
Auch sein neuer Job beim globalen Wagniskapitalgeber und Milliardär Peter Thiel ist ein Thema: „Wenn du es richtig machst, gewinnst du die Meisterschaft, wie früher in der Politik, du kannst Milliardär werden, nein, dann wirst du unweigerlich Milliardär.“ sagte der Altkanzler, der ihm im neuen Job eine goldene Zukunft versprach.
Was also macht Kurz mit den Milliarden? Als Politiker sei „bekanntlich jeder Cent auf die Bank gegangen“ und lange nicht einmal ein eigenes Auto erlaubt gewesen.
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Kurze Braut “hübsch, sehr blond, jung”
Wenn es um die junge Familie des Altkanzlers geht, ist der Autor hocherfreut: Er schreibt über das „Baby, das immer lacht, vielversprechend“, seinen Sohn Konstantin. Freundin Susanne hingegen wird als „hübsch, sehr blond und noch jung“ beschrieben.
Letztere wusste nicht viel von dem “Hausbesuch” und verbrachte den Abend vor dem Fernseher mit Serien. Er schlief während „Diener des Volkes“ ein. „Er (gemeint kurz, Anm.) streichelt vorsichtig mit dem Handrücken über ihre heiße Wange. Mit einer stummen Bewegung über die Lichtschranke schaltet er auch sanft das Licht aus.“ Die Geschichte nimmt die Form eines Romans an · Billige Romanze.
Ist es Satire?
Er schließt dann mit einem kurzen Exkurs über den Ukrainekrieg. Es wird erwähnt, dass Putin ihn bereits als Außenminister kurz besucht hatte. „Heute kämpft Sebastian Kurz vielleicht an einer anderen und effektiveren Front gegen ihn. Möge er auch hier weiterhin ein Glückskind sein.“
Übrigens ist Geschichte nicht als Satire gekennzeichnet …
Nav-Red Account Hour09.06.2022, 18:04 | Akt: 09.06.2022, 18:07