Sehr pessimistisch am WEF: George Soros warnt vor dem Weltuntergang

Die Stimmung am diesjährigen WEF in Davos ist düster, das Wetter ist schwül-kalt, der Nebel zieht durch die Strassen des Dorfes. Dass es düsterer nicht gehen kann, glaubt man erst, wenn man dem traditionellen Dinner mit der Investorenlegende George Soros (91) beiwohnt. Nicht weniger als das Ende der Welt steht hier auf der Speisekarte. „Unsere Zivilisation droht zu verschwinden“, warnt Soros.

“Die russische Invasion in der Ukraine könnte der Beginn des Dritten Weltkriegs sein.” Der Angriff erschütterte Europa in seinen Grundfesten. Selbst wenn der Kampf aufhört, wird die Welt nie wieder dieselbe sein.

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Dramatische Worte des erfolgreichen Hedgefonds-Managers, der sich mit seiner Open Society Foundation für den Erhalt offener Gesellschaften einsetzt. Soros weiß, wovon er spricht, denn der Jude ungarischer Abstammung wurde sowohl von den Nazis als auch von den Kommunisten verfolgt. Heute sind vor allem China und Russland die größten Bedrohungen für offene Gesellschaften.

Das große Problem: Der Krieg in der Ukraine und der Kampf zwischen offenen und geschlossenen Gesellschaften – autoritär – nehmen alle anderen Sorgen und Nöte der Menschheit weg. Der Kampf gegen Pandemien und Klimawandel, die Verhinderung eines Atomkriegs oder die Aufrechterhaltung des Betriebs internationaler Institutionen treten hinter diesem Kampf der Systeme zurück. Daher kann unsere Zivilisation möglicherweise nicht überleben.

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Scharfe Kritik an Merkel

Insbesondere mit Hilfe von Social Media und künstlicher Intelligenz ist es China gelungen, einen autoritären Überwachungsstaat zu errichten. Die beiden „Diktatoren“ Xi Jinping (68) und Wladimir Putin (69) kündigten bei den Olympischen Spielen im Februar eine „grenzenlose“ Zusammenarbeit an. Das ist kein gutes Omen.

Soros geht hart gegen Altkanzlerin Angela Merkel (67) vor, die Deutschland durch Sonderabkommen von russischen Energielieferungen abhängig gemacht und China zum größten deutschen Exportmarkt gemacht hat. Deutschland zahlt dafür einen hohen Preis. Lob gibt es dagegen für andere Deutsche: für Bundeskanzler Olaf Scholz (63) zum Beispiel, der am Ende immer das Richtige tut. Oder von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (63), die es nach zögerlichem Start geschafft hat, Europa mit einer Stimme sprechen zu lassen.

Soros schloss an diesem düsteren Abend: „Wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, um den Krieg zu beenden. Der beste und vielleicht einzige Weg, unsere Zivilisation zu retten, ist, Putin so schnell wie möglich zu besiegen.“ Denn nur dann kann sich die Welt allen anderen drängenden Fragen zuwenden.

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