Lambrecht kritisiert die Debatte um Hilfen in der Ukraine als zu umfangreich
Verteidigungsministerin Christine Lambrecht hat die Debatte um die Wortwahl von Mitgliedern der Bundesregierung zu außenpolitischen Zielen im Ukrainekrieg beklagt. Im Kern geht es darum, ob die Ukraine den Krieg gegen Russland gewinnen soll. „Ich denke, jetzt geht es darum, die Ukraine zu unterstützen, damit sie diesen Kampf überleben kann, nicht um lose Worte. Manchmal habe ich das Gefühl, dass es mehr um Worte als um Taten geht.“sagte der SPD-Politiker dem Deutschlandfunk.
Auf die Frage, warum SPD-Politiker das Wort Nutzen nicht über die Lippen kommen, betonte Lambrecht gegenüber dem Deutschlandfunk: “Es geht darum, zu unterstützen, nicht zu posten.”
Lambrecht wies auch Vorwürfe zurück, die Bundesregierung gehe bei Waffenlieferungen an die Ukraine “im Schneckentempo” voran. Die versprochenen Gepard-Flugabwehrpanzer, die noch nicht in der Ukraine eingetroffen sind, müssen noch bearbeitet werden. Auf jeden Fall gehe es jetzt nicht nur darum, die Ukraine zu unterstützen, sagte Lambrecht. „Wir müssen davon ausgehen, dass die Ukraine diesen Kampf länger führen muss, und deshalb müssen wir uns auch ausrüsten und ausrüsten.“ (dpa)