Selenskyjs Berater: “Er wird kämpfen, bis Russland verliert”

In den ersten drei Monaten des Ukrainekrieges hat die Bundesregierung die Lieferung von Waffen und sonstigen Waffen im Wert von 350,1 Millionen Euro in das von Russland angegriffene Land genehmigt. Das geht aus einer Antwort des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Sevim Dagdelen hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Vom ersten Kriegstag, dem 24. Februar, bis zum 1. Juni genehmigte die Regierung die Lieferung von Kriegswaffen für 219,8 Millionen Euro und von anderen Waffen wie Helmen und Schutzwesten für 85,2 Millionen Euro. Hinzu kommen Waffen und Ausrüstung für die Bundeswehr für 45,1 Millionen Euro, die im vereinfachten Verfahren ab dem 1. April genehmigt wurden. Dafür gibt es keine Aufteilung in Kriegswaffen und andere Waffen.

Staatssekretär Udo Philipp weist in dem Schreiben an Dagdelen darauf hin, dass überwiegend Bundeswehrmaterial verwendet und dessen „Zeitwert“ berechnet worden sei, nicht der teilweise deutlich höhere Neuwert.

Zwei Tage nach dem russischen Angriff auf die Ukraine beschloss die Bundesregierung, Waffen an das Kriegsgebiet zu übergeben und damit ein Tabu zu brechen. Seitdem sind Panzerfäuste, Flugabwehrraketen, Splittergranaten und mehr als 20 Millionen Schuss Munition in der Ukraine angekommen. Schwere Waffen wie Artilleriegeschütze und Flugabwehrpanzer wurden versprochen, aber noch nicht geliefert.

Zum Vergleich: Vom Beginn des Krieges bis zum 1. Juni haben die Vereinigten Staaten nach Angaben der Regierung Waffen und Ausrüstung im Wert von 4,6 Milliarden US-Dollar an die Ukraine zugesagt oder geliefert. Dazu gehören zahlreiche schwere Waffen wie Haubitzen und Mehrfachraketenwerfer.

Linkspolitiker Dagdelen forderte mehr diplomatische Bemühungen statt Waffenlieferungen. „Anstatt Kiew mit einer sinnlosen Kriegsverlängerung zu bewaffnen und die Illusion eines Siegesfriedens über Russland zu schüren, braucht es konkrete diplomatische Initiativen für eine Verhandlungslösung mit Sicherheitsgarantien für alle Seiten.“

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