Sieben Tote bei Stürmen auf Korsika und in der Toskana

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Wie am Donnerstag bekannt wurde, wurde die französische Insel Korsika von heftigen Unwettern heimgesucht.

Auf die Hitzewelle folgen schwere Stürme: Nicht nur die Schweiz, auch Spanien, Italien und Frankreich erleben derzeit schwere Unwetter. Auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika und der Toskana in Italien waren die Stürme so heftig, dass insgesamt sieben Menschen ums Leben kamen.

Zudem habe es wegen der heftigen Unwetter in den beiden Regionen etliche Verletzte gegeben, hieß es am Donnerstag. Auch in anderen Teilen Frankreichs und Italiens verursachten die Stürme Schäden und Überschwemmungen.

Böen von über 200 Stundenkilometern

Wie die korsische Behörde mitteilte, sind auch Kinder unter den Todesopfern: Ein 13-jähriges Mädchen wurde auf einem Campingplatz an der Westküste von einem Baum erfasst. Eine 72-jährige Frau starb an einem Strand, als das Dach einer Strandhütte auf ihr Auto stürzte. Auch ein Kajakfahrer wurde an der Ostküste und ein Fischer an der Westseite der Insel tot aufgefunden. Der französische Innenminister Gérald Darmanin, der am Abend auf der Insel erwartet wurde, nannte einen weiteren Toten.

Böen zogen mit einer Geschwindigkeit von mehr als 200 Kilometern pro Stunde über Korsika hinweg. Im Süden der Insel wurden zwölf Menschen verletzt. 45.000 Haushalte waren ohne Strom. Auch in anderen Teilen Frankreichs, etwa in Marseille, kam es zu Stürmen und überfluteten Straßen.

Von Bäumen zerquetschte Autos

Mehreren Medienberichten zufolge wurden in der Toskana bei Lucca und der Küstenstadt Carrara ein Mann und eine Frau von umstürzenden Bäumen getroffen. Für den Norden des Landes bis nach Südtirol und weite Teile Mittelitaliens gab es eine Unwetterwarnung. Bei den heftigen Stürmen mit mehr als 100 Stundenkilometern und Starkregen wurden einige Menschen verletzt, unter anderem auf einem Campingplatz in Marina di Massa in der Toskana, als Bäume darauf fielen.

Der Regionalpräsident der Toskana, Eugenio Giani, hat auf Twitter ein Video aus der Küstenstadt Piombino geteilt, in dem ein Riesenrad von einem starken Wind gedreht wird. Andere Fotos zeigten von Bäumen zerquetschte Autos und verwüstete Strände. In der bei Urlaubern beliebten Küstenregion im Norden Liguriens und der Toskana zählten Feuerwehrleute am Nachmittag mehr als 150 Einsätze.

Ein heftiger Sturm fegte auch durch die Lagunenstadt Venedig in Norditalien und warf Sonnenschirme und Tische auf den Straßen um. Laut Ansa durchbrachen Teile der Mauer den Kirchturm des berühmten Markusdoms in der Mitte. Wegen der Unwetter in Mittel- und Norditalien hat am Nachmittag auch der Zivilschutz einen Krisenstab einberufen.

Zwei Kinder sterben bei einem Unwetter in Österreich

Bei einem heftigen Unwetter im österreichischen Bundesland Kärnten sind am Donnerstag zwei Kinder ums Leben gekommen. Nach Angaben von Polizei und Rotem Kreuz stürzten mehrere Bäume in einen kleinen Badesee in St. André. Zwei Kinder starben und rund zehn weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.

Laut dem staatlichen Wetterdienst ZAMG wurden im Süden Österreichs Sturmgeschwindigkeiten von bis zu 139 km/h gemessen. Aufgrund von Windböen sind auf der Südautobahn (A2) in Kärnten bei Griffen Dutzende Bäume umgestürzt. Auch in den Tunneln kam es zu Stromausfällen.

In der Steiermark, Kärnten und Osttirol stoppten alle Züge, nachdem die Stromversorgung für den Schienenverkehr wegen des Sturms ausgefallen war, wie die Österreichischen Bundesbahnen mitteilten. Die wichtige Verkehrsverbindung nach Italien wurde an mehreren Stellen wegen Reinigungs- und Reparaturarbeiten gesperrt. (SDA/dzc)

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