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Das Münchner Unternehmen gab am Samstagabend bekannt, dass mit zwei Partnern ein Vertrag zum Bau der sechstgrößten Hochgeschwindigkeitsanlage der Welt unterzeichnet wurde. Demnach hat allein Siemens einen Auftragswert von 8,1 Milliarden Euro. Darin enthalten sind auch 2,7 Milliarden Euro für die erste Strecke, die im vergangenen Jahr vereinbart wurde.
Laut Siemens ist dies der größte Auftrag in der 175-jährigen Firmengeschichte. Geplant ist der Bau eines 2.000 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitsnetzes. Siemens Mobility wird 41 Hochgeschwindigkeitszüge, 94 Regionalzüge und 41 Güterzuglokomotiven liefern. Züge sollen bis zu 230 Meilen pro Stunde fahren. Der Vertrag umfasst auch die Schieneninfrastruktur, acht Betriebshöfe und Güterparks sowie einen 15-jährigen Wartungsvertrag.
Bereits bekannt war, dass Siemens am Bau eines „Suezkanals auf Schienen“, einer Eisenbahnverbindung zwischen dem Mittelmeer und dem Roten Meer, beteiligt war. Nach Angaben des Unternehmens wurden jetzt Verträge für Strecken zwischen Kairo und Abu Simbel an der Grenze zum Sudan sowie zwischen den Welterbestätten in Luxor und dem Kurort Hurghada unterzeichnet. Insgesamt wird das Hochgeschwindigkeitsnetz 60 Städte verbinden.
Siemens-Aktien sind nach Rekordorder heiß begehrt
Die Siemens-Aktie reagierte am Montag auf einen milliardenschweren ägyptischen Auftrag über XETRA mit einem Kurssprung. Die Aktien des Industriekonzerns stiegen um 3,40 Prozent auf 126,00 Euro. Sie waren die ersten des DAX und erreichten ihren höchsten Stand seit acht Wochen.
Siemens hat nach eigenen Angaben den größten Auftrag in der 175-jährigen Firmengeschichte erhalten. Gemeinsam mit zwei Partnern wurde ein Vertrag über den Bau eines 2.000 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitszugnetzes in Ägypten unterzeichnet. Demnach hat Siemens einen Auftragswert von 8,1 Milliarden Euro. Branchenexperten begrüßten die Nachricht.
Das Münchner Unternehmen erlebte zuletzt einen massiven Auftragsboom. Angesichts der Lieferengpässe und der Erwartung steigender Preise brachten die Kunden ihre Bestellungen frühzeitig. Aufgrund des Krieges in der Ukraine hat Siemens auch sein Neugeschäft in Russland und internationale Lieferungen in Russland eingestellt. Trotz eines guten ersten Geschäftsquartals hatte sich die Siemens-Führung angesichts des schwierigen Umfelds zuletzt zurückhaltend gezeigt und nur ihre Jahresziele bekräftigt.
Hoffnungsträger bleibt die Medizintechnik-Tochter von Siemens Healthineers, die sich zuletzt dank des boomenden Geschäfts mit Kronen-Schnelltests besser als erwartet entwickelt hatte. Allerdings hinkt die Entwicklung der Holding Siemens Energy, die mit den anhaltenden Schwierigkeiten bei der Windenergie-Tochter Siemens Gamesa zu kämpfen hat, noch hinterher.
Für die Siemens-Aktie ist in den vergangenen Monaten einiges schief gelaufen. Zwar erreichte der Preis Anfang Januar einen Rekordwert von fast 158 Euro, danach brach er aber deutlich ein. Das liegt an der insgesamt schwächeren Marktlage mit Zins- und Inflationsängsten, aber auch an den Gewinnwarnungen von Siemens Energy und Siemens Gamesa. Im bisherigen Jahresverlauf liegen die Papiere unter den Dax-Werten unterdurchschnittlich mit einem Abschlag von rund 17 Prozent. Der erste deutsche Index ist bis 2022 um gut acht Prozent gefallen.
/sey/DP/he
MÜNCHEN (dpa-AFX)
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