Die Stadt Wien erhält die Auszeichnung „Lee Kuan Yew World City“. Bürgermeister Ludwig nimmt die Auszeichnung in Singapur entgegen.
Lokalpolitiker aus aller Welt sind derzeit in Singapur. Bürgermeister Michael Ludwig (SP) nahm den 14-stündigen Flug von Wien auf sich, um persönlich vor Ort zu sein. „Der erste offizielle Termin führte mich zu meinem Amtskollegen in Seoul, Oh Sehoon“, berichtet Ludwig (SP). Wien und Seoul verfolgen ähnliche Ziele. „Damit ist Seouls ‚Sustainable Pleasant City‘ vergleichbar mit der Wiener Smart Climate City-Strategie, mit der wir unsere Stadt bis 2040 CO2-neutral machen.“ Die Stadt Wien erhält in Singapur die Auszeichnung „Lee Kuan Yew World City“.
Goldmedaille über 235.000 Euro
Besonders beeindruckt hat die Jury, so Ludwig, Wiens Verbindung von Geschichte und Moderne. Positiv hervorgehoben wurde auch, dass die Wienerinnen und Wiener aktiv an der Entwicklung ihrer Stadt mitwirken können. Die Preisverleihung findet im Rahmen des „World Cities Summit 2022“ vom 31. Juli bis 3. August 2022 in Singapur statt. Neben einer Urkunde erhält Wien einen Geldpreis und eine Goldmedaille im Wert von rund 235.000 Euro.
„Ich bin sehr stolz und dankbar, dass Wien aus so vielen aufstrebenden Städten als Gewinner hervorgegangen ist. Wir werden unseren stetigen Weg einer hohen Lebensqualität für alle bei größtmöglicher Ressourcenschonung durch soziale Innovationen und Techniken dennoch fortsetzen.“ wir bleiben für andere ein verlässlicher Partner”, so Ludwig.
Wien als „Leuchtendes Beispiel“
„In einer Zeit, in der die Welt mit einer Klimakrise konfrontiert ist, ist Wien ein leuchtendes Beispiel für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt. Durch ständige Verbesserungen und innovative digitale Technologie gelingt es Wien, seinen Bewohnern eine hohe Lebensqualität zu bieten. So eine inspirierende Stadt.“ ist in der Tat die Auszeichnung mit dem größten Verdienst des ‚Lee Kuan Yew World City Award’“, sagte Cheong Koon Hean, Vorsitzender des Nominierungsausschusses.
Wien sei ein Vorbild für Stadtentwicklung und -erneuerung sowie für nachhaltiges Wachstum, insbesondere im Kontext der COVID-19-Pandemie, betont das Preiskomitee in Singapur.
Umwelt- und Klimaschutz
Hier sind vor allem Maßnahmen zum Schutz der Umwelt und zur Anpassung an den Klimawandel, wie die Schaffung von mehr Frei- und Grünflächen, positiv hervorzuheben. Gelobt wurde auch das Konzept, viele lebendige Ortszentren und Quartiere wie die Seestadt Aspern oder das Nordbahnhofgebiet zu stärken. Gewürdigt wurde auch das Angebot Wiens an die Wienerinnen und Wiener, sich durch Initiativen wie die Grätzloase aktiv einzubringen.
Alle zwei Jahre verliehen
Der Preis wird seit 2010 alle zwei Jahre vergeben. Die bisherigen Gewinnerstädte waren Seoul, Medellín, Suzhou, New York und Bilbao. Der Preis ist nach dem ersten Premierminister Singapurs, Lee Kuan Yew, benannt. Er war maßgeblich daran beteiligt, Singapur zu der grünen Gartenstadt zu entwickeln, für die es heute bekannt ist.
Haustierzeit beim Durchsuchen des Kontos31.07.2022, 14:33| Veranstaltung: 31.07.2022, 14:34