So groß sind die Lastverluste in modernen Elektroautos

| Tobias Seifried

| 04.09.2022

Aufgrund unbefriedigender Testergebnisse fordert der ÖAMTC von den Herstellern mehr Effizienz: Autofahrer müssen für den Strom zahlen, den sie nicht verbrauchen.

Die Entwicklung der Elektromobilität schreitet zwar voran, hat aber in den letzten Jahren bereits große Fortschritte gemacht. Die Ladetechnologien werden immer besser, die Energiedichten der Batteriezellen steigen und damit auch die Reichweiten und in Sachen Energieeffizienz beim Fahren kann keine andere Antriebsart den Elektromotor mit seinen 94 Prozent (Benziner: ca . 40 Prozent).

Allerdings gibt es laut ÖAMTC-Elektromobilitätsexperte Markus Kaiser noch Luft nach oben: „Vielen Elektroautofahrern ist beispielsweise gar nicht bewusst, dass nicht der gesamte Strom, den sie laden – und für den sie bezahlen – auch tatsächlich im Gerät landet.“ Batterie.” Deshalb hat der Mobilitätsclub die Belastungseigenschaften von vier gängigen Modellen untersucht: Hyundai Ioniq 5, Peugeot e-2008, Tesla Model 3 und VW ID.3.

© ÖAMTC

Ungewöhnlich hohe Lastverlustbandbreite

Bevor auf die Ergebnisse eingegangen wird, sei klargestellt, dass es aus rein technischen Gründen nicht verlustfrei geht. Allerdings ist laut Kaiser die Bandbreite der Lastverluste ungewöhnlich hoch. „Beispielsweise müssen beim regelmäßigen Wechselstromladen je nach Fahrzeug knapp sieben bis zehn Prozent der vermeintlich geladenen Energie als Verlust abgeschrieben werden“, fasst der Experte zusammen. Gerade in Zeiten steigender Preise und zunehmender Energiesparbemühungen gilt es, diese Verluste soweit technisch möglich einzudämmen.

„Wir sehen deutliche Unterschiede in der Effizienz der hier verbauten Komponenten. Gerade bei der Umwandlung von Wechselstrom von der Netzseite in Gleichstrom von der Batterieseite gibt es noch viel Verbesserungspotenzial“, erklärt der Experte des ÖAMTC . Hersteller von Fahrzeugen und Ladestationen sind daher aufgefordert, die Effizienz von Ladegeräten zu steigern. Das wäre positiv im Sinne einer optimalen Ressourcennutzung, aber nicht weniger wichtig auch für den Geldbeutel des Elektroautofahrers: innen.

Lastverluste von bis zu 10 Prozent

Unabhängig von der Last (AC oder DC) entstehen die meisten Verluste immer bei der Umwandlung von AC aus dem Netz in DC aus der Batterie. Berücksichtigt man die gesamte Kette von Leitungsverlusten in den Kabeln, Verlusten bei der Gleichspannungswandlung und direkt in der Fahrzeugbatterie auftretenden Ladeverlusten, so lautet das Fazit des ÖAMTC-Tests, dass die Ladungsverluste beim Wechselladen. derzeit liegen sie bei etwa 10 Prozent.

AC-Ladetests zeigten deutliche Unterschiede in der Effizienz der in den Testfahrzeugen verbauten Onboard-Ladegeräte. Der mit Abstand beste war der Tesla, vor VW, Hyundai Ioniq 5 und Peugeot. Beim Model 3 und dem für AC-Laden eigentlich sehr effizienten OBC waren es nur 6,69 Prozent Ladeverluste. Bei den anderen drei Testfahrzeugen waren die Lastverluste bei AC-Last deutlich höher, was die großen Wirkungsgradunterschiede bei der Gleichrichtung des Stroms im Fahrzeug verdeutlicht.

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Zur Ermittlung der DC-Lastverluste der vier Testfahrzeuge wurden einerseits nur die Verluste im Fahrzeug betrachtet und andererseits die Gesamtverluste, die sowohl im Fahrzeug als auch an der Ladestation bei der Stromumwandlung entstehen. . Als Effizienzsieger ging der Ioniq 5 mit seiner modernen 800-Volt-Technologie knapp vor dem Model 3 hervor. Beide Fahrzeuge verursachten Gesamtladeverluste von weniger als 0,5 Prozent auf oder um die Fahrzeugseite von sechs Prozent bei Wandlungsverlusten an der Fahrzeugseite Ladestation.

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www.oeamtc.at

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