Ein nahe der 80er-Grenze auf der A1 installiertes Radar sorgt für Aufsehen. Täglich tappen bis zu 3.000 Autofahrer in die Falle.
Ein echter „Super-Blitzer“ sorgt derzeit für viel Aufregung bei Autofahrern der A1 Westautobahn. Denn ein hochmodernes Radargerät im Baufeld an der Anschlussstelle Steinhäusl soll derzeit täglich bis zu 3.000 „Flitzer“ bestrafen. Wie der „Kurier“ berichtet, bereitet das von der Asfinag in Auftrag gegebene Messgerät derzeit Kopfzerbrechen. Sogar ein pensionierter Polizist spricht sich gegen das Gerät aus.
Rund 70.000 Autofahrer passieren täglich den berühmten Knotenpunkt Steinhäusl. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt hier wegen Straßensanierung 80 km. Rechts in Richtung St. Pölten, unmittelbar nach dem Tempolimit. Für die Ex-Polizei “purer Betrug”.
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Asfinag schaut nach rechts
80 Prozent der Bußgelder für sanktionierte Verkehrsteilnehmer fließen in die Taschen der Asfinag. Die restlichen 20 Prozent behält der Staat als Verwaltungsausgaben ein. Rein rechtlich ist die Asfinag auf der sicheren Seite. An dieser Stelle wird nun Tempo 80 angewendet, erklärt Sprecherin Alexandra Vucsina-Valla.
Dem Bericht zufolge soll der Abstand zwischen dem Tempolimit und dem Messgerät für Zwietracht zwischen den Regalen sorgen. Die Kritik kommt von der Exekutive, also der Polizei. Das soll der Asfinag bereits mitgeteilt haben, dass der Radar zu nah an der 80er-Grenze war: „Wir sind für Gerechtigkeit, natürlich auch bei den Fahrern“, sagte ein zitierter Beamter. Bisher hat der Einwand jedoch nichts gebracht.
Den betroffenen Fahrern bleibt wohl nichts anderes übrig, als ihre Fahrgeschwindigkeit frühzeitig zu reduzieren. Denn die Generalreform des Verkehrsknotenpunkts wird voraussichtlich noch bis Oktober dieses Jahres dauern. Wie viele Fahrer bis dahin noch bestraft werden, ist unklar.
Nav-Compte Herr Zeit10.06.2022, 11:35 | Akt: 10.06.2022, 11:48