Sommerbier 2022? Bitte lokal!

Er ist verantwortlich für die erste und einzige Brauerei in Jennersdorf: Franz Windisch. Nach Jahrzehnten in Branchen, die absolut nichts mit Bierkunst zu tun hatten, stand August 2020 endlich vor dem Tank, der sein erstes selbstgemachtes Bier enthielt.

„Ich wollte einmal in meinem Leben etwas Kluges machen“, scherzt Franz. Natürlich hatte ich einen Lehrer, denn Brauer fallen nicht vom Himmel.

„Mein Braumeister war Hans Seidl, der seit über 60 Jahren seiner Leidenschaft nachgeht. Mit über 80 Jahren macht er immer noch Bier“, kann Windisch eine gewisse Bewunderung nicht verbergen.

Wie es leider schon hundertfach gehört wurde, ist es Hunderten von Menschen passiert, Corona hat auch Franz Windisch einen Schlüssel zugeworfen, aber er war trotzdem sehr zufrieden mit den Monatsumsätzen von 2021. Und die Not machte die Leute sogar erfinderisch: einen Tag, als er eingesperrt war, befürchtete er, Tausende von Litern Bier wegwerfen zu müssen, und die (viel) bessere Lösung namens Josef Puchas war gleich um die Ecke.

„Sepp war von Anfang an sehr pragmatisch und hat in seiner Destillerie Kukmirn einfach Bierbrand gebrannt! Seitdem trinke ich auch Bierbrand“, sagt Windisch. Das letzte in seinem Sortiment ist sein leichtes Sommerbier; obwohl begrenzt und jetzt halb erschöpft. “Wenn es gut ankommt, wird es von April bis Oktober sein.”

Am meisten hat er in der Bahnhofsbrauerei Jennersdorf helles, dunkles, Weizen-, Festbier und jetzt die fünfte Sorte, Sommerbier, alles naturtrüb, unfiltriert und unpasteurisiert.

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