Die Kraft der Pflanzen entfaltet sich entsprechend dem Jahresverlauf. Gesammelt werden hauptsächlich die Blätter im Frühjahr, die Blüten ab Mai und die Wurzeln im Herbst. Beim Pflücken der Blumen ist der richtige Zeitpunkt entscheidend. Am besten nach mindestens zwei Sonnentagen und wenn der Morgentau getrocknet ist. Uschi Zezelitsch rät, die Pflanzen in Körben oder Stoffbeuteln zu transportieren und schnell zu verarbeiten.
Den Sommer für kalte Tage retten
Es gibt viele Konservierungsmethoden, vom Trocknen, Einlegen in Essig und/oder Öl, Einlegen in Alkohol, Einfrieren, Fermentieren oder Konservieren in Salz, Zucker oder Honig. Nicht alle Pflanzen sind für alle Konservierungsmethoden geeignet.
ORF Uschi Zezelitsch trocknet die Blumen
Trocken, luftig und locker
Pflanzen mit kleinen Blättern können gut trocknen. Darunter sind mediterrane Pflanzen wie Thymian, Rosmarin, Bohnenkraut oder Lavendel. Basilikum hingegen ist in Öl besser haltbar als in Pesto-Form. Schnittlauch und Petersilie eignen sich zum Beispiel perfekt zum Einfrieren.
- Heller Farbton ist ideal zum Trocknen, Leinenstoffe, Geschenkpapier oder Pergamentpapier eignen sich als Unterlage
- Legen Sie die Pflanzen in dünne Schichten, manchmal rotierend
- Trockentest: Die Pflanzenteile müssen „verhext“ werden; weil noch nicht vollständig getrocknetes Material geformt wird
- Getrocknete Pflanzenteile möglichst groß, nicht zerkrümelt, in Papiertüten oder Dosen lagern
- Nur vor der Weiterverarbeitung schneiden, da sonst zu viele Wirkstoffe und ätherische Öle verloren gehen
Versandnachricht
“Radio Burgenland Morgen”, 26.7. und 2.8.2022
Der Tee wird mit Farbakzenten gemischt
Auch Uschi Zezelitsch gibt Tipps für selbstgemachte Teemischungen. Dabei ist besonders darauf zu achten, dass sich die Wirkungen der Pflanzen ergänzen. Einige Blumen behalten ihre Farbe nach dem Trocknen besonders gut. Sie werden auch „Edelsteindrogen“ genannt, weil sie beispielsweise das Aussehen von Teemischungen verbessern. Dazu gehören verschiedene Rosensorten, Stockrosen, Beetstroh, Indische Brennnessel oder Mais.
ORF Wilde Malve
Die Heilkraft der Malven
Malvengewächse wurden bereits im Mittelalter hoch geschätzt. Seitdem findet sich in den sogenannten Gewürzflocken der besondere Heilkäse Pappel, den wir auch wilde Malve nennen. Diese Kräuterbüsche werden im Hochsommer vielerorts noch aufgebunden und sollen Häuser und Ställe vor Schäden schützen.
ORF Rosenmalve
Malven werden auch von nützlichen Insekten geschätzt. In freier Wildbahn sind wilde Stechpalmen oft an Straßenrändern und in Schutthalden zu finden. Mit ihren geöffneten Blüten bieten sie von Mai bis September Nahrung für Insekten und einen gemütlichen Schlafplatz an den Ohren. Die wilde oder mauretanische Malve hat viele Verwandte, denen sie oft sehr ähnelt. Die Familie der Malvengewächse umfasst neun Unterfamilien und 243 Gattungen mit etwa 4300 Arten. Dazu gehören Malve, Eibisch, Hibiskus und Malve.
ORF Eibisch
Die medizinischen Eigenschaften innerhalb der Familie der Malven sind ähnlich. Entzündungen im Rachen, aber auch im Magen-Darm-Bereich, Blasenentzündungen, Husten und Hautprobleme. Die ganze Pflanze kann von den Wurzeln bis zu den Samen verwendet werden, hauptsächlich für die Zubereitung von Tee. Der Tee sollte kalt zubereitet werden, damit die beruhigenden und schleimlösenden Wirkstoffe erhalten bleiben.
Tipps für Kinderfeste
Eine weitere Besonderheit der wilden Malve ist ihre Verwendung als natürlicher Farbstoff. Aus der ganzen Pflanze lassen sich Farbstoffe extrahieren, die auch in der Lebensmittelindustrie verwendet werden. Auf Kinderfesten macht Mauve ein gutes Make-up für die Wangen. Uschi Zezelitsch verrät außerdem, wie Sie mithilfe von Malvenblüten eine duftende Badefee basteln können. Alle Tipps gibt es im ausführlichen Podcast „Uschi hoch zu Beet“.