Sommerwochenende in Bayern von schweren Unfällen überschattet

– Es war ein Sommerwochenende wie im Bilderbuch. Es waren viele Leute unterwegs, manche auf Ferienpfad. Doch bei dem dichten Verkehr kam es auch zu zahlreichen Unfällen und für einige endete das Bilderbuchwochenende traurig.

Bei Unfällen in Bayern sind am Wochenende viele Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Eine Urlaubsfahrt endete für fünf Familien und Paare auf der Autobahn 8 bei Holzkirchen abrupt: Als das Auto einer Schweizer Familie verkehrsbedingt auf der linken Spur Richtung Salzburg stehen blieb, kam es zu einer Kettenreaktion, in deren Folge fünf Autos kollidierten miteinander geknackt. Acht Personen, darunter zwei Kinder, wurden offenbar nur leicht verletzt, aber zur Untersuchung in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Reisende aus der Schweiz, Bayern, Baden-Württemberg und Brandenburg seien am Samstag im Urlaub gewesen, teilte das Polizeipräsidium Südoberbayern mit. Der Sachschaden wird auf 100.000 Euro geschätzt.

Am Samstagabend passierte auf der Autobahn 3 bei Waldaschaff (Kreis Aschaffenburg) in Richtung Nürnberg rund vier Stunden lang nichts. Ein 24-jähriger Mann geriet mit einem Lieferwagen in einen Stau und schob drei weitere Autos an. Sechs Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Ein paar Eltern wurden in ihrem Auto eingeklemmt und Retter zogen sie heraus. Der 13-jährige Sohn wurde mit leichten Verletzungen entlassen.

Eine Fahrt bei Tittmoning (Kreis Traunstein) endete für einen 25-Jährigen tödlich. Er sei am Samstagmorgen frontal mit einem Baum zusammengestoßen, teilte die Polizei im oberbayerischen Laufen mit. Auch in Mähring (Kreis Tirschenreuth) prallte ein Auto gegen einen Baum und überschlug sich. Dann fiel der Baum auf das Auto. Der 20-jährige Fahrer wurde laut Polizei entlassen und mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Überfahren und betrunkenes Fahren

Schreckliche Momente gab es auch für einen elfjährigen Jungen aus Oberbayern. Der Junge wurde in Maisach (Kreis Fürstenfeldbruck) mehrere Meter von einem Auto mitgeschleift und verletzt. Der Fahrer übersah den Jungen beim Ausparken. Er wurde von dem Auto angefahren und mit dem Oberkörper in der Radgrube eingeklemmt. Erst nach etwa zwei Metern Fahrt bemerkte der Fahrer den Jungen und hielt an. Nach Angaben der Polizei erlitt der elfjährige Junge bei dem Vorfall am Samstag nur Prellungen und Schürfwunden, wurde aber zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.

Aufgrund eines Unfalls wird nach einem Unfall in Unterfranken die Flucht ermittelt. Ein Unbekannter hatte bei einem Abbiegemanöver bei Kahl am Main (Kreis Aschaffenburg) einen Motorradfahrer übersehen. Laut Polizei konnte der 31-Jährige zwar ausweichen, stürzte aber und prallte gegen einen Metallzaun. Die Frau flüchtete, ohne sich um die Schwerverletzten zu kümmern.

In Waischenfeld (Kreis Bayreuth) wollte ein Autofahrer einen Traktor mit Anhänger überholen, übersah dabei aber ein entgegenkommendes Auto. Der Schweizer krachte laut Polizei frontal in das Auto eines 27-jährigen Mannes und wurde mit dem Rettungshubschrauber in die Klinik gebracht. Der Fahrer blieb unverletzt.

Ein dramatisches Bild bot sich Rettungskräften am frühen Samstag in der Nähe von Immenreuth (Kreis Tirschenreuth), wo ein Auto aus ungeklärten Gründen in den Graben fuhr und dann ausrutschte und im davor liegenden Graben landete. Laut Polizei wurde eine 22-jährige Frau aus dem Autofenster geschleudert. Sie wurde von einem Rettungshubschrauber abtransportiert. Auch die anderen Insassen wurden ins Krankenhaus gebracht. Als der 24-jährige Fahrer nach Alkohol roch, wurde ihm Blut abgenommen.

Alle aktuellen Polizeimeldungen können hier eingesehen werden.

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