Sozialministerium: Recherche zeigt angespannte soziale Lage


Sozialminister Rauch: Das Teuerungspaket bekämpft soziale Ungleichgewichte akut und nachhaltig

Wuien (OTS) – Wien, 5. Juli 2022: Die Einkommenssituation vieler Menschen in Österreich bleibt angespannt: Das zeigt die zweite Studie „So machen wir das heute“, die Statistik Austria im Auftrag des Sozialministeriums durchgeführt hat. und Eurostat. Dazu wurden im ersten Quartal 2022 mehr als 3.500 Personen in Österreich befragt. Mehr als 2 Millionen Menschen (35 %) waren im vergangenen Jahr von den Einkommenseinbußen betroffen. Mehr als 800.000 Menschen hatten Mühe, ihre laufenden Ausgaben zu decken, eine leicht positive Entwicklung im Vergleich zum Vorquartal.

Ziel der vierteljährlichen Befragung ist es, die gesellschaftlichen Folgen der aktuellen Krise möglichst frühzeitig zu erkennen und ihren Auswirkungen rechtzeitig entgegenzuwirken. Die Studie zeigt die gesellschaftlichen Auswirkungen von Pandemie und Inflation auf die befragte Personengruppe im Alter von 16 bis 69 Jahren. Arbeitslose, ungelernte Arbeiter, Alleinerziehende und Familien mit mehreren Kindern sind weiterhin besonders von den Folgen betroffen. Von den 2 Millionen Menschen, die Einkommen verloren haben, nannte jeder Fünfte die Inflation als Ursache.

Zwtl.: Die Kosten des täglichen Bedarfs sind stark gestiegen: Das Teuerungspaket entlastet nachhaltig und nachhaltig

Der Anteil der Menschen, die Schwierigkeiten haben, Grundbedürfnisse zu finanzieren, hat im Laufe des Jahres 2021 und im Vergleich zum Vorkrisenniveau erheblich zugenommen. Die Studie zeigt, dass 1,7 Millionen Menschen in Österreich sich derzeit unerwartete Ausgaben von 1.300 Euro nicht leisten können. Mehr als 770.000 Menschen können sich nicht einmal kleine Wünsche wie einen Kinobesuch erfüllen. 383.000 Menschen haben nicht genug finanzielle Mittel, um ihre Wohnung in der kalten Jahreszeit ausreichend warm zu halten. 476.000 Menschen können sich aus wirtschaftlichen Gründen nicht richtig ernähren.

Sozialminister Johannes Rauch: „Die Pandemie hat ihre Spuren hinterlassen, jetzt steigen auch die Kosten für Wohnen, Heizen und die Grundbedürfnisse des täglichen Lebens deutlich. Dass so viele Menschen in einem reichen Land wie Österreich kaum zurechtkommen.“ Die aktuellen Ausgaben sind ein Weckruf und ein klarer Auftrag an die Politik. Mit dem Lebenshaltungskostenpaket entlasten wir akut und nachhaltig.“

Zwtl.: Befragte rechnen mit Schwierigkeiten bei der Begleichung der Wohnkosten: Projekt WOHNSCHIRM schützt vor Zwangsräumungen

Die Studie zeigt, dass die Wohnkosten derzeit für 820.000 Menschen eine große finanzielle Belastung darstellen. 860.000 Menschen (13,8 %) rechnen in den nächsten drei Monaten mit Zahlungsschwierigkeiten, um die Wohnkosten zu bezahlen. Im letzten Quartal 2021 waren es noch 750.000 (12 %).

Zugenommen hat auch die Zahl der Personen, die mit Miete, Wohnnebenkosten, Betriebsausgaben oder Kreditraten im Rückstand sind. In der Gruppe der Arbeitslosen ist fast ein Drittel im Rückstand.

Daher hat das Sozialministerium Anfang dieses Jahres das Projekt WOHNSCHIRM zur Verhinderung von Zwangsräumungen ins Leben gerufen. Seitdem wurden mehr als 1.300 Menschen vor dem Verlust ihres Zuhauses bewahrt. „Wir sehen, wie groß der Bedarf ist. Das hat die Erhebung der Statistik Austria einmal mehr deutlich gemacht. Deshalb bauen wir die WOHNSCHIRM deutlich aus, um noch mehr Menschen vor dem Verlust ihrer Heimat zu schützen“, sagte Sozialminister Johannes Rauch.

Bis 2023 wurden zunächst 24 Millionen Euro für das Programm bereitgestellt. Im Rahmen des aktuellen Anti-Inflationspakets wird der WOHNSCHIRM um 60 Millionen Euro aufgestockt und bis 2026 verlängert. Im Rahmen dieser Aufstockung können Unterstützungsleistungen erbracht werden nicht nur um Wohnraum zu sichern, sondern auch um Energie zu sichern.

Sozialminister Johannes Rauch: „Die Maßnahmen der Bundesregierung gegen die Inflation bringen vielen Menschen ein, zwei Monate mehr. Das ist viel Geld für alle, die unsere Hilfe wirklich brauchen gerade den Menschen zu helfen, die Schwierigkeiten haben, eine Wohnung zu bezahlen.Zusätzliche Mittel für die Energiesicherheit kommen Menschen zugute, die befürchten, im nächsten Winter nicht mehr heizen zu können.Das Lebenshaltungskostenpaket wird die soziale Situation in Österreich schnell spürbar entlasten , langfristig und nachhaltig “.

Fragen und Kontakt:

Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) pressesprecher@sozialministerium.at socialesministerium.at

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