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Dass Finanzen überwiegend Männersache sind, will die Kärntner Sparkasse ändern. Mit einer eigenen Kampagne versucht sie, Frauen das Thema Finanzen näher zu bringen, um sie zu ermutigen, rechtzeitig vorzusorgen. Rentner erhalten 40 Prozent weniger Rente als Männer.
29.05.2022 09.06
Ab heute, 9.06 Uhr online
Jede vierte Frau ist auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Das zeigt eine Umfrage des Imas-Instituts im Auftrag der Kärntner Sparkasse. Zudem finden nur 36 Prozent aller befragten Frauen Finanzen interessant. Laut Sparkassen-Präsidentin Gabriele Semmelrock-Werzer würde die finanzielle Formation angesichts der Zahlen der Statistik Austria Sinn machen.
Der Fondssparplan ist sicher
Eine Frau erhält im Durchschnitt eine Rente von 1.219 Euro, 42,3 Prozent weniger als ein Mann, weil ihr Lohn niedriger war und wegen der Betreuungszeit der Kinder Lücken im Versicherungsprozess bestehen. Daher sei es wichtig, Vorsorge zu treffen, sagte Semmelrock-Werzer. Je früher desto besser. Entscheidend ist nicht, ob jemand viel oder wenig Geld zur Verfügung hat. „Zwischen 50 und 70 Euro ist ein Fondssparplan absolut sicher“, sagt Semmelrock-Werzer.
Sparbuch wird nicht empfohlen
Generell sind verschiedene Anlegearten zu empfehlen. Ein Sparkonto sei nur für einen kurzen Zeithorizont sinnvoll, sagt Aktienexperte Markus Kaller. Der Euro schmilzt unter den Fingern, denn „wenn ich vor zehn Jahren 10.000 Euro hatte, kann ich jetzt für 7.500 Euro einkaufen gehen“, sagt Kaller. Auch die Investition in Gold ist sinnvoll, das Schlimmste sei nicht zu erwarten, sagen Experten.