SPÖ für Preisgrenzen, Grün für Preisgarantie

„Wir können nicht zulassen, dass sich viele zwischen Aufwärmen oder Essen entscheiden, viele in der Mittelschicht in die Armut abrutschen und einige wenige pausenlos reich werden“, sagte SPÖ-NÖ-Chef Franz Schnabl am Donnerstag dem sogenannten „Roten Foyer“. “ und forderte zusammen mit Pamela Rendi-Wagner erneut schnelles Handeln gegen hohe Energiepreise.

Rendi-Wagner sieht zwei Optionen für eine Strompreisobergrenze: „Entweder wird eine Preisobergrenze bei der Festlegung des Strompreises berücksichtigt oder direkt bei der Stromrechnung des Endverbrauchers. Beides ist möglich.“ Im zweiten Fall könne durch gestaffelte Tarife eine gewisse soziale Treffsicherheit erreicht werden: „Was der Staat nicht tut, müssen die Länder tun“, sagte Schnabl, der auch ein spezifisches Modell für Niederösterreich vorschlug.

„Der aktuelle Strompreis wird eingefroren, bevor die Preise im September weiter steigen und der Preis des begrenzten Stroms vom Energieversorgungsunternehmen gegenüber dem Neupreis verrechnet wird“, erklärt die SPÖ Niederösterreich in einer Ausgabe dieses Modells für Niederösterreich . „Wenn das nicht passiert, breitet sich die Armutsfalle schnell aus“, warnte Schnabl.

Grün: Preisgarantie für 80 % des bisherigen Verbrauchs

Auch die Niederösterreichischen Grünen stellten am Donnerstag einen Vorschlag vor, der einerseits den Geldbeutel der Bürgerinnen und Bürger entlasten und andererseits zum Klimaschutz beitragen soll. „Für 80 Prozent des durchschnittlichen Gas- und Stromverbrauchs der letzten drei Jahre garantieren EVN und Staat ihren Kunden den Preis, den sie vor Beginn der Gaskrise hatten. Für einen darüber hinausgehenden Verbrauch wird der aktuelle Marktpreis berechnet“, schlug Landessprecherin Helga Krismer vor.

Dies soll laut Krismer für Haushalte, Gewerbe und Industrie gleichermaßen gelten. „Wir wissen alle, dass man den Energieverbrauch ohne große Einschnitte deutlich senken könnte“, sagt Krismer. „Aber unser Modell bietet auch einen echten Anreiz, den Verbrauch fossiler Brennstoffe individuell und in jedem Haushalt und Unternehmen einzusparen.“

Da der Staat mit 51 Prozent die Mehrheit an der EVN hat, sieht Krismer es als einfach an, dieses Modell umzusetzen. „Niederösterreich kann alle notwendigen Beschlüsse auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der EVN AG umsetzen“, sagte Krismer.

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