SPÖ vehement gegen die Quarantäne

22.07.2022 14:11 (22.07.2022 18:56)

Hacker: “Supermarkt für Infizierte?” ©APA | Stoff

Die scheinbar unmittelbar bevorstehende Aufhebung der Kronenquarantäne lässt bei der SPÖ die Alarmglocken schrillen.

Gesundheitssprecher Philip Kucher sprach am Freitag in einer Sendung über gefährliches und unverantwortliches Spiel der Regierung. Eine Quarantäne für Infizierte könnte das Gesundheitssystem erneut an seine Grenzen bringen. Der Gesundheitslandesrat der Stadt Wien, Peter Hacker (SPÖ), sprach gegenüber der APA des Gesundheitsministeriums von seinem Rücktritt.

Der Hacker findet eine außergewöhnliche Idee

Für die Hacker sind die Pläne “eindeutig falsch”. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erst diese Woche erklärt, dass Maßnahmen wie die Erhöhung der Testsysteme, die verstärkte Verwendung von Masken in Innenräumen und in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie die Kontaktverfolgung erforderlich sind. Die Länder haben nächste Woche ein Treffen mit Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) und er gehe davon aus, dass „diese seltsamen Ideen nicht mehr vom Tisch weichen und der Minister diesem Gespenst ein Ende bereiten wird“.

Besonders merkwürdig findet der Stadtrat, dass Corona-Infizierte laut einem Verordnungsentwurf in gemeinsamen Teams arbeiten: „Gibt es einen Supermarkt für Infizierte?“ Der Hacker sieht eine außergewöhnliche Idee.

Kucher: “Amateur”

Für Kucher hat die Regierung die Bewältigung der Pandemie einfach aufgegeben. Das Verfahren sei laienhaft, so der rote Gesundheitssprecher.

Kopf des Lebens: zu riskant

Laut Sylvia Gassner, Leiterin der Sozialabteilung der Gewerkschaft Vida, läuft die Regierung Gefahr, gefährdete Gruppen mit der Quarantäne anzustecken. Statt mehr Personal lieber Infizierte zu Risikopatienten schicken.

Rauch im Zorn

Nach den Angriffen auf die Social-Media-Plattform Twitter hatte Rauch die Idee der Entspannung verteidigt und war ziemlich wütend geworden. Dadurch will er, dass sein Team künftig nur noch seine Posts zum Thema Corona verbreitet.

Entscheidung noch offen

Das Hindernis war ein Verordnungsentwurf vom vergangenen Montag, wonach er nach einer Infektion nicht mehr gezwungen sein soll, zu Hause zu bleiben.

Ob es zu einem Ende der Quarantäne kommt, ist nach Angaben des Büros von Ressortleiter Johannes Rauch (Grüne) noch nicht entschieden. Einen genauen Zeitplan für die Entscheidung gibt es noch nicht.

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