Aus . – 22.07.2022 15:01 (akt. 22.07.2022 20:57)
Corona: „Eine Quarantäne für Infizierte wäre gefährlich“, sagt SPÖ-Gesundheitssprecher Philip Kucher. ©APA/ROLAND SCHLAGER (Symbolbild)
„Eine Quarantäne für Infizierte wäre gefährlich und könnte das Gesundheitssystem wieder an seine Grenzen bringen“, sagte SPÖ-Gesundheitssprecher Philip Kucher in einer Aussendung. Ihm zufolge ist die Corona-Pandemie nicht Geschichte.
Die scheinbar unmittelbar bevorstehende Aufhebung der Kronenquarantäne lässt bei der SPÖ die Alarmglocken schrillen. Gesundheitssprecher Philip Kucher sprach am Freitag in einer Sendung über gefährliches und unverantwortliches Spiel der Regierung. „Eine Quarantäne für Infizierte wäre gefährlich und könnte das Gesundheitssystem erneut an seine Grenzen bringen“, sagt er. Der Gesundheitslandesrat der Stadt Wien, Peter Hacker (SPÖ), sprach gegenüber der APA des Gesundheitsministeriums von seinem Rücktritt.
Corona: „Quarantäne für Infizierte wäre gefährlich“
Für die Hacker sind die Pläne “eindeutig falsch”. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erst diese Woche erklärt, dass Maßnahmen wie die Erhöhung der Testsysteme, die verstärkte Verwendung von Masken in Innenräumen und in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie die Kontaktverfolgung erforderlich sind. Die Länder haben nächste Woche ein Treffen mit Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne), und er gehe davon aus, dass „diese seltsamen Ideen nicht mehr vom Tisch weichen und der Minister diesem Gespenst ein Ende bereiten wird“.
Teams mit Corona-Infizierten?
Besonders merkwürdig findet der Stadtrat, dass Corona-Infizierte laut einem Verordnungsentwurf in gemeinsamen Teams arbeiten: „Gibt es einen Supermarkt für Infizierte?“ Der Hacker sieht eine außergewöhnliche Idee.
SPÖ-Kucher: Aufgegebene Bewältigung der Corona-Pandemie
Für Kucher hat die Regierung die Bewältigung der Pandemie einfach aufgegeben. Das Verfahren sei laienhaft, so der rote Gesundheitssprecher.
Corona-Quarantäne deaktiviert: Risiko?
Laut Sylvia Gassner, Leiterin der Sozialabteilung der Gewerkschaft Vida, läuft die Regierung Gefahr, gefährdete Gruppen mit der Quarantäne anzustecken. Statt mehr Personal lieber Infizierte zu Risikopatienten schicken.
Nach den Angriffen auf die Social-Media-Plattform Twitter hatte Rauch die Idee der Entspannung verteidigt und war ziemlich wütend geworden. Daher möchte er, dass seine Posts zu Corona künftig nur noch von seinem Team verbreitet werden.
Beiträge zur Impfung gegen Corona