Aktualisiert am 18. August 2022, 08:42
Spritzenangriffe: Wegen der Nadel werden Besucher im Freien jetzt genauer überwacht
Nach den Nadelangriffen in der Schweiz bereiten sich Festivals und Sicherheitsfirmen vor. Taschen werden registriert, Mitarbeiter geschult.
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Bei der Street Parade sind Fälle von Messerstechereien vorgekommen. Betroffen sind sieben der Polizei Zürich gemeldete Personen, meist junge Frauen. (Symbolfoto)
20min/Celia Nogler
Festivals und Sicherheitsunternehmen rüsten jetzt auf. (Symbolfoto)
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«Die Sicherheit unserer Besucher hat für uns höchste Priorität», sagt Anita Spahni, Medienverantwortliche beim Zurich Openair.
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Schweizer Sicherheitsunternehmen beschäftigen sich mit dem Thema Nadelangriffe.
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Nun gilt es, das Phänomen den Mitarbeitern in der Ausbildung bekannt zu machen.
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Festivals sind auch ein Punkt auf dem Radar.
Seit dem Wochenende gibt es Gewissheit: Das Nadelphänomen ist in der Schweiz angekommen. Es gab mehrere Nadel- und Spritzenangriffe auf die Street Parade. Sieben der Zürcher Polizei gemeldete Personen, meist junge Frauen, sind von den Anschlägen betroffen. Gerade im Hinblick auf das Openair Zürich und das Openair Gampel im Wallis werden nun Fragen zur Sicherheit der Besucherinnen und Besucher laut.
«Die Sicherheit unserer Besucherinnen und Besucher hat für uns oberste Priorität», sagt Anita Spahni, Medienverantwortliche des Zürich Open Air, auf Anfrage von 20 Minutes. Mitarbeiter vor Ort wurden auf das Nadelproblem aufmerksam gemacht. „Für die Sicherheit vor Ort ist gesorgt, es gibt auch einen Sanitätsdienst vor Ort“, sagt Spahni. Bei Verdachtsfällen kann sofort reagiert und die Behörden kontaktiert werden.
Auch die Nadelfrage wurde beim Openair Gampel diskutiert. «Wir haben das Phänomen auf dem Radar», sagt Olivier Imboden, Leiter Outdoor Media. Jeder Besucher wird am Eingang eingecheckt und auch das Gepäck wird eingecheckt. «Es ist klar geregelt, was herausgenommen werden darf und was nicht. Wenn zum Beispiel jemand Diabetiker ist und Insulin spritzen muss, muss er das vorher anmelden», sagt Imboden. Dies ist jedoch seit einiger Zeit Pflicht und wurde nicht nur für Wochenendveranstaltungen eingeführt. Ein Restrisiko bleibt jedoch immer.
„Wir sprechen das Thema Nadel in unseren Schulungen an“
Das Phänomen wird auch von Schweizer Sicherheitsfirmen ernst genommen. „Unsere Mitarbeiter werden im Rahmen von Briefings bei größeren Veranstaltungen von der Betriebsleitung gebrieft und in das Thema Nadel eingewiesen“, sagt Marco Fetz, CEO der Starco Security AG.
„Außerdem werden die Mitarbeiter regelmäßig geschult. Auch das spezifische Thema Nadel werden wir in den kommenden Tagen im Rahmen unserer Kernschulung ansprechen“, sagt Fetz. Trotz des Bewusstseins ist es jedoch sehr schwierig, eine kleine Nadel oder Spritze im Einsatz zu erkennen. „Hier setzen wir auf Sofortige Meldungen und relevante Informationen von möglicherweise Betroffenen“, sagt der General Manager of Security von Starco. Im Notfall sind die Mitarbeiter von Starco Security auf der gesetzlichen Grundlage der Hilfe zur Selbstverteidigung auch berechtigt, den Angriff abzuwehren verhältnismäßig auf das Opfer auszuüben und einen Nadelstichtäter auf der Grundlage der Strafprozessordnung bis zum Eintreffen der Polizei vorübergehend festzuhalten.
Mitarbeiter haben Spritzen oder Nadeln
Bei der Alpha Team Protection GmbH (ATP Security), einem auf Nightlife-Operationen spezialisierten Sicherheitsunternehmen, suchen Mitarbeiter bei der Durchsuchung von Taschen nach Spritzen oder Nadeln. „Eine Spritze mit irgendeiner Substanz ist nicht nur ein Sicherheitsproblem für Kunden, sondern auch für unsere Mitarbeiter“, sagt der Geschäftsführer von ATP Security. Daher ist den Mitarbeitern die Nadelproblematik im Alltag bewusst. „Es werden auch Schulungen angeboten“, erklärt der Geschäftsführer. Es ist wichtig, dass sich die Mitarbeiter der aktuellen Risiken und Gefahren bewusst sind. „Sie müssen wissen, welche Medikamente derzeit im Umlauf sind und wie sie verabreicht werden können, zum Beispiel durch Injektion oder KO-Tropfen“, sagt ATP Security. Drogenaufklärung ist unerlässlich.
Die 16-jährige Johanna von Basel wurde bei der Parade sogar 14 Mal mit einer Nadel erstochen.
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