Aktualisiert am 12. Juli 2022, 23:03 Uhr
Sri Lanka: Präsident Rajapaksa floh mit einem Militärflugzeug auf die Malediven
Am Samstag floh er aus dem Präsidentenpalast der Hauptstadt Colombo, kurz bevor Tausende von Demonstranten das Anwesen stürmten.
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Der srilankische Präsident Rajapaksa floh mit einem Militärflugzeug auf die Malediven.
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Massenproteste vertrieben ihn am Samstag aus dem Präsidentenpalast in der Hauptstadt Colombo.
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Gotabayas Bruder Mahinda Rajapaksa (rechts) trat im Mai als Premierminister zurück.
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Der umstrittene Präsident von Sri Lanka, Gotabaya Rajapaksa, floh nach Massenprotesten wegen der schweren Wirtschaftskrise aus dem Land. Er war mit seiner Frau und einem Leibwächter an Bord eines Militärflugzeugs auf dem Weg zu den Malediven unterwegs, teilten Einwanderungsbeamte der Nachrichtenagentur AFP mit. Rajapaksa floh am Samstag aus dem Präsidentenpalast der Hauptstadt Colombo, kurz bevor Tausende von Demonstranten das Anwesen stürmten.
Rajapaksa will eine Gefängnisstrafe vermeiden
Am Mittwoch gab er dann seinen Rücktritt bekannt. Bereits am Dienstag hatte er vergeblich versucht, das Land zu verlassen. Beobachtern zufolge wollte er einer möglichen Festnahme entgehen. Dem Staatsoberhaupt wird Misswirtschaft in der Wirtschaft vorgeworfen. Solange er Präsident bleibt, genießt er Prozessimmunität.
Der Inselstaat durchlebt derzeit eine massive Wirtschaftskrise. Zuletzt war die Regierung nicht mehr in der Lage, größere Importe wie Lebensmittel, Treibstoff und Medikamente zu finanzieren. Inzwischen hat Sri Lanka den Internationalen Währungsfonds (IWF) und Russland um Hilfe gebeten.
Zahlreiche Angehörige von Gotabaya Rajapaska, die ebenfalls an der Regierung beteiligt waren, waren bereits im April zurückgetreten. Im Mai gab Gotabayas Bruder Mahinda Rajapaksa seinen Rücktritt als Premierminister bekannt.
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(afp / fis)