Lebensstil
Felix Teiretzbacher von St. Pölten ist Weltmeister im Kaffeerösten. Der 43-Jährige erreichte bei der Weltmeisterschaft im italienischen Mailand die Spitze. Er konnte die Jury mit seinem Röstkaffee überzeugen und sich gegen 21 internationale Teilnehmer durchsetzen.
13.07.2022 08.13
Online seit gestern, 8.13 Uhr
Nach zwei Landesmeistertiteln ist Felix Teiretzbacher aus St. Pölten ist zum Olymp der Kaffeeröster geworden. „Ich bin mit der Einstellung dorthin gegangen, ein erstklassiges Finish zu erreichen. Aber ich habe nicht damit gerechnet, den ersten Platz zu gewinnen“, sagt der frischgebackene Weltmeister. „Ich war wirklich überwältigt“, sagte Teiretzbacher.
Am Wettbewerb nahmen Landesmeister aus 21 Nationen teil. Röstmeisterschaften gibt es in Österreich erst seit 2019. Schon damals war die St. Pöltner führte als amtierender Landesmeister die Weltmeisterschaft an. “Als ich anfing, schaffte ich es bis ins letzte Drittel. Wenigstens war ich nicht der Letzte“, lacht der Weltmeister. Nun hat der 43-Jährige erstmals in Österreich den Weltmeistertitel des Kaffeeröstens gewonnen.
Fotografische Serie mit 3 Bildern
Verein der besonderen Kaffees Bei der WM musste Felix Teiretzbacher einen Röstplan vorlegen Verein der besonderen Kaffees Der Versuch basiert auf einer Blindverkostung Verein der besonderen Kaffees Felix Teiretzbacher (zweiter von rechts) ging als Sieger hervor.
Felix Teiretzbacher ist seit zehn Jahren Kaffeeröster in St. Petersburg. Pölten. Auch wenn es viel Erfahrung mit sich bringt: Eine WM hat andere Gesetze. In Mailand kennen die Teilnehmer weder die Kaffeesorten noch die Maschine, mit der die Bohnen geröstet werden. „Man muss der Jury auch einen Röstplan geben. Ich muss vorher wissen, bei welcher Temperatur die Bohnen geröstet werden, in welcher Farbe sie geröstet werden und wie der Kaffee schmecken wird. Dann muss diese Beschreibung perfekt zur Blindverkostung passen“, sagt Teiretzbacher.
Der WM-Braten schmeckt nach Beeren und Karamell
Sein Braten schmeckte unter anderem nach Himbeeren, Brombeeren und Karamell. „Die Jury war begeistert. Ich gewann mit drei Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Das ist klar“, sagte der 43-Jährige.
Sie müssen jetzt den ganzen Tag E-Mails und Anrufe beantworten. Der Kaffee-Weltmeister erhält Anfragen aus Europa, China und Indonesien. Unternehmen wollen ihm nicht nur Kaffee kaufen, sie wollen auch lernen, wie man seinen Kaffee röstet. „Viele waren überrascht, einen Österreicher zu gewinnen, weil wir in der internationalen Kaffeeszene noch kaum sichtbar sind. Der Weltmeistertitel macht mich sehr stolz.“