Stadtratsbeschluss: Der Zürcher Stadtrat präsentiert den Gender-Stern

Zürich erlaubt nun den Gender-Stern in offiziellen Texten. Das hat der Stadtrat am Mittwoch beschlossen. Mit der Verwendung des Geschlechtssterns oder geschlechtsneutraler Formen wie Schüler oder Rettungskräfte sollen Menschen aller Geschlechter sprachlich gleich behandelt werden, also Frauen, Männer und nicht geschlechtsspezifische Personen binär. Die bisherigen Regelungen zur sprachlichen Gleichstellung in den Amtstexten der Stadtverwaltung werden ersetzt.

Dabei geht die Stadt Zürich in der Kommunikation einen anderen Weg als der Bund. Im Sommer 2021 erließ er eine Weisung, dass das Geschlecht Stern oder Doppelpunkt in amtlichen Veröffentlichungen nicht verwendet werden soll, da diese zu Sprachproblemen führen und die Lesbarkeit eines Textes stark beeinträchtigen.

Gemäss Lukas Wigger, Sprecher des Zürcher Präsidialdepartements, kommt die Stadt zu einem anderen Schluss als der Bund. „Die Stadt Zürich folgt mit diesem Entscheid einer gelebten Realität. In der Privatwirtschaft ist der Genderstar bereits weit verbreitet. Der Sprachgebrauch, der auch nicht-binäre Menschen einschließt, ist ein Zeichen der Anerkennung und Akzeptanz.“

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