Die russische Botschaft hat sich einem Medienbericht zufolge direkt in die Draghi-Koalitionsstreitigkeiten eingemischt und Salvini gefragt, ob er seine Minister zurückziehen werde. Denn die Lega hat gute Verbindungen zum Kreml.
Matteo Salvini hat erneut ein Problem mit Russland. Der italienische Rechtspopulist ließ den Kreml in die aktuelle Regierungskrise eingreifen, berichteten Medien. Wie die Zeitung „La Stampa“ berichtete, fragte Ende Juni ein Vertreter der russischen Botschaft Salvinis Berater, ob der Lega-Chef bereit sei, seine drei Minister aus der Regierung zurückzuziehen.
Premierminister Mario Draghi trat wenige Wochen später zurück. Auch die russische Regierung freute sich öffentlich darüber: Draghi habe im Ukraine-Krieg einen kompromisslosen transatlantischen Kurs eingeschlagen, EU-Sanktionen verhängt und Waffen nach Kiew geliefert. Salvini war mitverantwortlich für Draghis Sturz. Denn die Lega weigerte sich überraschend, ihm bei einer parlamentarischen Abstimmung das Vertrauen zu schenken.