Die Richterteilung sichert die Rotköpfe
Stoos historisches Debakel für die Zentralschweiz
Ein Außenstehender “hebt” alle an den Kopf. Niemand Josias Wittwer gewinnt den Bergklassiker. Nicht nur die Sonne, sondern auch die Richter sorgten für rote Köpfe.
Gepostet: 12.06.2022 um 20:50
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Aktualisiert: 13.06.2022 um 07:37 Uhr
Dass ein Berner den Stoos-Schwinget gewinnt, ist den ganzen Tag klar. Aber er gehört nicht zu den großen Namen oder zu den jungen Kletterern, die mit ihrem spektakulären Schwungstil dem Festival lange Zeit ihre Spuren hinterlassen haben.
Es ist der Berner Niederländer Josias Wittwer, 28, der für die erste grosse Sensation der Saison sorgt. In der letzten Runde besiegte die Division Krane Wittwer den Lokalmatador Christian Schuler, der sie dank einer freundschaftlichen Division in die Schlussphase brachte. Doch dann steht ihm ein Konter von Berns Niemand bevor.
Dies ist der Höhepunkt von Wittwers Karriere und sein erster Sieg beim Kranzfest. Hinter Wittwer belegen mit Adrian Walther und Fabian Staudenmann zwei weitere Berner die Spitzenplätze.
Ohne Leader Wicki geht in der Zentralschweiz gar nichts
Obwohl Routinier Christian Schuler ohne den verletzten Teamchef Joel Wicki am Finaldurchgang teilnahm, war die ganze Zentralschweiz viel, nein, alles zu verdanken. Noch nie gab es eine so schlechte Leistung der Gastgeber auf dem Stoos. Zwei Kränze gehen auf das Konto des veranstaltenden Vereins. Ein Fiasko. Die Berner gewinnen sechs Kronen, die Nordwestschweizer fünf.
Beim Prattelner Verband zeichnet sich immer deutlicher ab, wie die Zentralschweiz Joel Wicki und Pirmin Reichmuth zu einem Start in voller Form erwarten darf. Ansonsten sind die Aussichten ziemlich düster. Wicki vermisste Stoos, weil er sich beim Jagen geschnitten hatte.
Stärkster Nordwestschweizer ist Joel Strebel, der Fabian Staudenmann und Adrian Walther besiegen kann. Im sechsten Gang teilte er sich mit Michael Ledermann und wurde Vierter. Strebel zeigt sein Potenzial. „Es sind zwei Siege, die einem viel Selbstvertrauen geben“, sagt der Freiamtenc.
Streit um Einstufung
Nach dem verregneten Event 2019, nach der Absage im Zusammenhang mit der Krone 2020 und dem Auswärtsspiel in Ibach im letzten Jahr erstrahlt die Stoos-Schwinget wieder im gewohnten Glanz mit einer wunderbaren Zeit und einer wunderbaren Kulisse. Und die Saison geht erst richtig los.
Das ist das positivste Fazit eines Tages, an dem die argumentative Einordnung der Richter für viele Diskussionen sorgte. Michael Ledermann hat zum Beispiel fünf Eidgenössische in seiner Punktzahl. Der Finalist Schuler in …