Sepp Straka beendete die erste Runde bei den U.S. Open der Golf Professionals mit einer mehr als durchwachsenen Runde. Der Austro-Amerikaner erzielte am Donnerstag (Ortszeit) beim dritten Major-Turnier des Jahres im Brookline (Massachusetts) Country Club sieben Punkte über Par. Ein Quartett angeführt von Rory McIlroy aus Nordirland mit jeweils drei unter Par. Einige Spieler wie Phil Mickelson oder Scottie Scheffler hatten die Runde noch nicht beendet.
Straka erlitt auf den ersten vier Löchern ein Bogey und ein Doppelbogey. Auch die zweiten neun Löcher begannen für den 29-Jährigen mit vier Schlägen in Folge ungünstig. Den Rest der Runde spielte Straka dann mit einem Paar. Der gebürtige Wiener trat zum zweiten Mal in seiner Karriere bei den US Open an. Vor drei Jahren belegte er in Pebble Beach den 28. Platz, sein bestes Ergebnis bei einem Großereignis.
Mitfavorit McIlroy übernahm zunächst zusammen mit dem Engländer Callum Tarren, dem Schweden David Lingmerth und dem Amerikaner Joel Dahmen die Führung. Der in Topform angereiste Nordire gewann die US Open 2011. Ausgerechnet am letzten Loch erzielte er sein einziges Bogey des Tages. “Ich wollte heute kein Bogey mehr haben. Es hat 17 Löcher funktioniert”, sagte der 33-Jährige.
Titelverteidiger Jon Rahm lag als Sieger der British Open Collin Morikawa einen darunter, Rahm suchte nach einem Anstoß am letzten Loch vergeblich nach seinem Ball. Anscheinend hatten zwei Kinder dies als Souvenir mitgenommen. „Ich habe gesehen, wie sie mit einem Lächeln im Gesicht davongelaufen sind“, lachte der Spanier. Er beendete seine Runde mit einem neuen Ball, ohne sich entmutigen zu lassen.
Der sechsmalige Major-Mickelson-Sieger erwischte an seinem 52. Geburtstag mit drei Bogeys auf seinen ersten fünf Löchern einen schlechten Start. Der US-Amerikaner hatte sich im Vorfeld der US Open wegen seiner Teilnahme an der umstrittenen saudischen Serie LIV mit vielen unangenehmen Fragen konfrontiert gesehen. Von den 156 Golfern, die in Brookline spielten, spielten 13 auf der LIV-Tour der Vorwoche in London. Auch der beste österreichische Golfer Bernd Wiesberger war vertreten. Der Burgenländer hatte als Matthias Schwab die Qualifikation für die US Open verpasst.