Der Nationalrat hat 20 Maßnahmen mit einem Volumen von 1 Milliarde Euro für die Pflege beschlossen
Wien (OTS) – Der Nationalrat hat heute Donnerstag grünes Licht für das Care-Paket mit 20 Maßnahmen und einem Fördervolumen von 1 Milliarde Euro gegeben. „Gerade die Landbevölkerung kümmert sich zu Hause um die eigene Generation, eine große Herausforderung für die Angehörigen. Diese Leistung wird mit einer Prämie von 1.500 Euro pro Jahr für die Angehörigen gewürdigt“, sagte der Präsident des Bauernverbandes, Georg Strasser . Begrüßung des Pakets. „Insbesondere die Bäuerinnen und Bauern leisten zu Hause Erstaunliches in Sachen Pflege, denn auf dem Hof gilt in der Regel das Prinzip ‚Zuhause vor Betreten‘. Viele stoßen an ihre körperlichen und geistigen Grenzen Arbeit“, freut sich Bauernverband, Bundesvizepräsidentin und Bäuerin Irene Neumann-Hartberger.
Voraussetzung für den Pflegebonus von 1.500 Euro ist der Bezug des Pflegegeldes mindestens in der vierten Phase. Wer haushaltsnahe Angehörige pflegt, erhält sie ab 2023. Die Entscheidung über das Unterhaltsgeld fällt im Herbst.
Auch der Rechtsanspruch auf Pflegezeit soll verbessert werden, um pflegende Angehörige zu entlasten. „Falls pflegende Angehörige wegen Krankheit, Urlaub oder anderen Gründen nicht in der Lage sind, sich selbst zu versorgen, erhalten sie früher als bisher auch finanzielle Unterstützung für eine alternative Betreuung“, sagt Strasser. Auch pflegende Angehörige werden mit Kurskosten unterstützt, das Angebot an kostenlosen Angehörigengesprächen ausgebaut und die 24-Stunden-Betreuung verbessert. „Außerdem wird die Erhöhung der Familienbeihilfe nicht mehr auf das Pflegegeld angerechnet, das für 45.000 Menschen zusätzlich 60 Euro im Monat bereitstellt“, sagt Neumann-Hartberger.
Bessere Arbeitsbedingungen in den Pflegeberufen „Die Pflegereform macht auch den Pflegeberuf attraktiver – zum Beispiel steigen die Gehälter der Pflege und ab 43 Jahren gibt es eine zusätzliche Entlastungswoche“, betont Strasser. Zudem wird die Einwanderung von ausgebildeten Fachkräften erleichtert, sodass diese leichter eine Arbeitserlaubnis erhalten.
Stärkung der Pflegeausbildung angesichts des Fachkräftemangels „Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, wird der Ausbildung viel Aufmerksamkeit geschenkt. Personen, die eine Erstausbildung in einem Beruf absolvieren, erhalten eine Ausbildungsförderung von mindestens 600 Euro monatlich Personen, die an einer über das AMS geförderten Pflegeausbildung teilnehmen, erhalten ab September 2023 ein Pflegestipendium von mindestens 1.400 Euro monatlich. Neben der schulischen Ausbildung in der Pflege, auch an landwirtschaftlichen Schulen, wird eine Pilotstudie zum Pflegelernen durchgeführt wird die Ausbildung in Zukunft deutlich attraktiver machen: „Wir wollen, dass mehr junge Menschen diese für die Gesellschaft so wichtige Aufgabe übernehmen“, sagt Neumann-Hartberger. (Fertigstellung)
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Lisa Neuhauser Pressesprecherin und Leiterin Kommunikation BA +43 664 1443109 l.neuhauser@bauernbund.at