Der Strompreis in Österreich ist innerhalb kurzer Zeit stark gefallen. Dafür kostet der Strom weniger als 2 Cent pro Kilowattstunde statt 30 Cent am Donnerstag. Der Grund war die geringe Nachfrage für die Feiertage und eine große Kapazität zur Erzeugung von Wasser, Wind und Sonne. Regen, Wind und Sonne lieferten genügend Strom, da die zentralen Gasstationen nur zwischen 12 und 22 Stunden mit einer Mindestladung betrieben wurden und den Preis nicht bestimmten.
Wie Live-Daten des Übertragungsnetzbetreibers APG zeigen, arbeiteten die Wasserkraftwerke tagsüber mit rund 5.500 Megawatt, die Windräder lieferten bis zu 1.000 MW und die Photovoltaikzonen erreichten am frühen Nachmittag ein Maximum von über 400 MW.
Im Allgemeinen ist der Großhandelspreis für Strom niedrig, solange keine Gasanlagen verwendet werden. Grund dafür ist die Rangordnung, nach der das teuerste Kraftwerk, das zur Deckung des Strombedarfs benötigt wird, den Preis bestimmt. Aufgrund der derzeit sehr hohen Gaspreise handelt es sich in der Regel um eine Gasanlage.
Privatkunden in Österreich haben in der Regel Strom-Festpreisverträge und sind somit keinen Schwankungen auf dem Sportmarkt ausgesetzt. Allerdings richten sich die Stromversorger bei ihren Preisen nach dem Niveau der Großhandelspreise, weshalb viele Anbieter ihre Preise zuletzt angehoben haben. Zu den reinen Stromkosten – dem Betriebspreis – kommen noch Netzkosten und Steuern hinzu.