Krebs ist nach wie vor eines der größten Gesundheitsprobleme der Welt. Forscher suchen fieberhaft nach wirksamen Gegenmitteln, die Kranke retten können. Doch wirksame Prävention erspart noch viel mehr Leid, und genau das beabsichtigt die Studie der Altforscherin Heike A. Bischoff-Ferrari. Er fand heraus, dass drei einfache Maßnahmen kombiniert das Krebsrisiko im Alter um bis zu 61 Prozent senken können. Das Ergebnis gilt wahrscheinlich auch für jüngere Menschen.
Vorbeugung ist besser als Heilung
An der Studie nahmen 2.000 gesunde ältere Menschen teil
Die Forscherin und ihr Team beobachteten 2.000 Studienteilnehmer über einen Zeitraum von drei Jahren. Die Probanden erhielten ein Gesamtpaket bestehend aus hochdosiertem Vitamin D, Omega-3-Fettsäuren und regelmäßiger Bewegung. Das sind gesunde Menschen über 70, die noch nie Krebs hatten. Haben frühere Studien bereits gezeigt, dass alle drei Maßnahmen einzeln das Krebsrisiko senken, zeigt die neue Studie nun einen additiven Effekt. Dies bedeutet, dass die drei Wirkmechanismen zusammenwirken und zu einem überwältigenden Ergebnis führen.
Welche Wirkung haben die einzelnen Maßnahmen?
Vitamin D unterdrückt nachweislich die Entwicklung von Krebszellen, Omega-3-Fettsäuren haben eine entzündungshemmende Wirkung in einem Schlüsselbereich für die Krebsentstehung, und Bewegung kann Krebszellen abtöten. Die körperliche Aktivität bestand aus einem einfachen Trainingsprogramm mit dreimal wöchentlich dreißig Minuten Krafttraining. Wenn nur Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren kombiniert wurden, reduzierte sich das Risiko um 51 Prozent. Vitamin D und Bewegung zusammen erreichten 53 Prozent. Die Dreierkombination brach alle Rekorde.
2000 IE Vitamin D3 und 1 g Omega-3-Fettsäuren
Die Forscher verabreichten ihren Probanden täglich 2.000 IE Vitamin D3, die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlene maximale Zufuhr. Um einem Vitamin-D-Mangel vorzubeugen, sollten Erwachsene jedoch nur 800 IE täglich einnehmen. Omega-3 lag in Form von Algen vor, da dieses Produkt im Gegensatz zu der auf Fisch basierenden Sorte beim Aufstoßen nicht nach Fisch schmeckt. Somit blieben die Placebos in der Kontrollgruppe unentdeckt. Die Probanden erhielten 1 g dieses Nährstoffs pro Tag gemäß der aktuellen Empfehlung zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Weitere Forschungen zum Thema sind geplant. Es kann nicht falsch sein, jetzt mit dem Training zu beginnen! Alles Weitere besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt.
Diese: focus.de
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