Kultur
Am 18. September bringt die styriarte Gerd Kührs eigens komponiertes Stück „Versuch über das Unbewohlliche“ zur Uraufführung. Aufnahmevergünstigungen werden an einer Musikschule in Charkiw, Ukraine gewährt.
19.07.2022 18.37
Online ab heute, 18.37 Uhr
Bereits im Jahr 2003, als Graz Kulturhauptstadt Europas war, organisierte die styriarte eine Solidaritätsaktion für die Ukraine: In Zusammenarbeit mit der Caritas hatten Straßenkinder die Möglichkeit, eine musikalische Ausbildung zu erhalten. „Diese Gruppe ging ein Jahr später nach Graz, man hatte das Gefühl, etwas geschafft zu haben“, sagt styriarte-Geschäftsführer Mathis Huber. Mit dem Benefizkonzert im September wollen wir etwas Ähnliches erreichen.
Internationale Besetzung
Das Stück „Der Versuch des Unbegreiflichen“ soll acht Minuten dauern und beinhaltet „vier sehr außergewöhnliche Frauenstimmen“ aus Ungarn, der Ukraine und Russland sowie drei Schlagzeuger. Begleitet werden die Sänger unter anderem von Studiopercussion und der Moskauerin Kristina Miller am Piano. Begleitet wird die Uraufführung von Musik von Johann Sebastian Bach und Dmitri Schostakowitsch.
Tickets ab 33 Euro
Mit der Uraufführung will der Komponist Gerd Kühr den Krieg in der Ukraine thematisieren und mit der Sammlung die Folgen lindern. Tickets gibt es ab 33, 66 und 99 Euro, Spenden sind mehr als willkommen, heißt es. Der Erlös des Tickets geht an ein Musikausbildungszentrum in Charkiw mit Instrumenten und Materialien, die eine Musikschule benötigt. Die zweitgrößte Stadt der Ukraine steht unter Dauerfeuer.
Textliche Rahmung
Unter den Texten, die Kühr auswählte, war Hans-Ulrich Treichels „Asche“: „Sie beschreibt eine düstere und verzweifelte Situation. Es gibt auch Texte von Wolfgang Borchert, mit seinem Aufruf, den Krieg abzulehnen“, sagte Kühr. Zudem würden Medientexte „von Politikern und Personen des öffentlichen Lebens, die etwas zu sagen haben“, verwendet.
Notizen, die zum Nachdenken anregen sollen
Medien- und Performancekünstler Oliver Hangl übernimmt die künstlerische Einbindung dieses Konzerts: Drei Tage vor dem Konzert in Graz verteilt er Haftnotizen mit Texten und Zitaten zum Konzert. Zettel mit Positionen zum Beispiel zu Krieg und Demokratie sollen mitreißen und zur Diskussion anregen.