Syrien: Der türkische Präsident Erdogan plant eine Offensive: Was steckt dahinter?

Türkei plant neue Militäroffensive in Syrien!

Das hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (68) wiederholt angekündigt, nun scheint er seine Drohung wahr zu machen.

Es ist kein Zufall, dass Erdogan gerade jetzt seine Offensive starten will, während er den Beitritt Schwedens und Finnlands zur NATO und den Krieg, der die Ukraine verwüstet, blockiert.

Schließlich unterstützt die Türkei Rebellengruppen im syrischen Bürgerkrieg. Der syrische Machthaber Baschar al-Assad wiederum hat die Unterstützung Russlands.

Experten vermuten, dass Erdogan ein offensives Versprechen erwägt, weil Russland als zentraler Akteur in Syrien an dessen Krieg gegen die Ukraine gebunden ist.

Erdogans Hauptziel in Syrien ist es, die syrisch-kurdische YPG-Miliz von der Grenze zurückzudrängen. Ankara sieht sie als Bedrohung und setzt sie mit der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK gleich.

I: Die kurdische YPG-Miliz spielt auch im Streit um den Beitritt Finnlands und Schwedens zur Nato eine Rolle.

Die Türkei wirft Schweden vor, die YPG zu unterstützen. Die Schweden lehnen es ab. Seine Zustimmung zur Nato-Erweiterung will Erdogan teuer erkaufen: Unter anderem fordert er die Auslieferung von PKK-Mitgliedern aus Schweden und Finnland.

Erdogan hat bereits deutlich gemacht, was er mit der Offensive vorhat: Er will bis zu 30 Kilometer tief in syrisches Territorium vordringen und eine „Sicherheitszone“ errichten. Erdogan wirft der YPG vor, die Türkei von Syrien aus anzugreifen.

Kurdische Milizen bestreiten dies und werfen der Türkei “Provokation” vor, um einen Angriff zu rechtfertigen.

Die Türkei hat seit 2016 mehrere Militäroffensiven in Nordsyrien durchgeführt und besetzt Grenzgebiete.

Auch die von der YPG geführten Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) kontrollierten große Gebiete an der Grenze zur Türkei. Die Kurden gründeten 2012 eine Selbstverwaltung.

Inzwischen ist das kurdisch kontrollierte Gebiet an der türkischen Grenze geschrumpft: Milizen haben jetzt das Gebiet um Kobane und das Grenzgebiet im Nordosten. Erdogan ist einem kurdischen Autonomiegebiet ein Dorn im Auge. Er befürchtet, dass dieses Modell den Wunsch der kurdischen Minderheit nach Autonomie in der Türkei befeuern könnte.

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