Tank-Poker! Nun gibt es Kritik an der deutschen Position

Am Freitag treffen sich Militär- und Außenminister im deutschen Ramstein, um über Waffenlieferungen zu verhandeln: Deutschland wirkt isoliert.

Das Treffen von Verteidigungsministern und hochrangigen Militärs auf dem Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz nimmt Fahrt auf. Weitere Waffenlieferungen an die Ukraine im Gespräch: Im Mittelpunkt steht das Treffen des neuen deutschen Verteidigungsministers Boris Pistorius mit seinem US-Amtskollegen Lloyd Austin. Wolodymyr Selenskyj forderte Deutschland auf, seine zögerliche Haltung von Anfang an aufzugeben, berichtete “Heute”.

Bundeskanzler Olaf Scholz hatte zuvor die Lieferung deutscher Leopard-Panzer an US-Präsident Joe Biden an die Bedingung geknüpft, dass die USA ihre Abrams-Panzer auch in die Ukraine liefern. Bisher hat das Weiße Haus jedoch seine Position nicht geändert, dass die Abrams-Panzer aus mehreren Gründen, nicht zuletzt wegen der aufwändigen Wartung, unzureichend sind.

Deutschland zögert weiter

Bisher gab es keine Einigung. Im Gegenteil, die Fronten scheinen sich zu verhärten. Verteidigungsminister Pistorius stand neben der ins Stocken geratenen deutschen Linie und sprach von der Aufgabe, die Verfügbarkeit und Anzahl von Panzern zu überprüfen, bevor über eine Lieferung gesprochen wird. Die Entscheidung werde “so bald wie möglich” getroffen. Auch der SPD-Politiker sagt: „Es gibt gute Gründe für eine Übergabe, es gibt gute Gründe dagegen“, die Entscheidung sei also offen.

Trotz des offensichtlichen Patts erwartet die Ukraine von dem Treffen “echte Fortschritte”, so der stellvertretende Außenminister Andriy Melnyk. “Die größte Bitte an die (deutsche) Regierung von der ‘Ampel’ für das Ramstein-Treffen wäre, dass Deutschland nicht nur seine seltsame Blockadeposition gegenüber Leopard-Panzern beendet, sondern echte Führung zeigt und eine mächtige Panzerkoalition für die Ukraine bildet.” . Das teilte der ehemalige Botschafter der Ukraine in Berlin dem Deutschen Redaktionsnetzwerk (RND) mit.

Polen hingegen will seine Leopard-2-Panzer ohne deutsche Zustimmung an die Ukraine liefern. Auch Spanien schließe „keine Option aus“, sagte der spanische Außenminister José Manuel Albares dem spanischen Sender RAC1. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sieht derweil keine Gefahr in der aktuellen Situation: “Die Konsultationen werden fortgesetzt.” Seit Kriegsbeginn hat sich die Art der Unterstützung ständig weiterentwickelt.

Nav-Account ff Uhrzeit21.01.2023, 08:37| Veranstaltung: 21.01.2023, 08:37 Uhr

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