Technische Störung: Der Schweizer Luftraum wird wieder geöffnet

Der Flughafen Genf teilte am Morgen mit, dass bis zum Vormittag keine Flugzeuge starten oder landen könnten. Am Flughafen warteten viele Reisende vor den Nachrichtenbildschirmen. Einige Flüge wurden gestrichen, andere hatten mehr als drei Stunden Verspätung.

Auch in Zürich, dem grössten Flughafen des Landes, gab es laut der Schweizer Nachrichtenagentur Keystone-SDA Probleme. Der Flughafen teilte am Morgen mit, dass der Flugverkehr wieder aufgenommen worden sei, später am Tag aber nur noch 50 Prozent der regulären Flugbewegungen stattfinden könnten und 75 Prozent. Beide Flughäfen baten die Passagiere, die neuesten Informationen von ihren Fluggesellschaften zu erhalten.

Alle umschlossenen Lufträume

Skyguide reagierte am Morgen auf die Probleme mit einer kompletten Sperrung des Luftraums. „Bei der Schweizer Flugsicherung Skyguide kam es in den frühen Morgenstunden zu einem technischen Ausfall, weshalb der Schweizer Luftraum aus Sicherheitsgründen für den Verkehr gesperrt wurde“, teilte das Unternehmen mit. Das Unternehmen bedauerte die Unannehmlichkeiten.

Skyguide übernimmt keinen Cyberangriff

„Wir nehmen keinen Cyberangriff“, sagte Skyguide-Sprecher Vladi Barrosa. Dies ist ein Hardwareproblem im Computernetzwerk. Wie viele Flüge betroffen waren, konnte er nicht beziffern. Laut Skyguide wurde die Computerstörung gegen 16 Uhr entdeckt. Seit 8.30 Uhr sind die Computersysteme wieder voll funktionsfähig und Sie können wieder auf den Flughäfen Zürich und Genf landen. Auch Überflüge über die Schweiz sind wieder möglich.

Andere Flughäfen mussten laut Skyguide während der Blockade vorübergehend verlegt werden. In der Schweiz war dies der unter französischer Flugsicherung stehende Flughafen Basel. Im Ausland wurden die Flughäfen ausgewählt, die dem jeweiligen Flug am nächsten liegen.

Austro Control: Garantiert effiziente Abwicklung

Markus Pohanka, Sprecher von Austro Control, sagte heute Morgen gegenüber der APA, dass alle Anlagen in Österreich intakt und im Normalbetrieb seien. „Die sichere und effiziente Abwicklung des Luftverkehrs in Österreich ist uneingeschränkt gewährleistet“, sagte er. Allerdings beinhaltet die Sperrung in der Schweiz Ausweichlandungen auf anderen Flughäfen. Hierzulande war das morgens mit einer Maschine aus Shanghai der Fall, die statt in der Schweiz in Wien landete.

Altenrhein: Flug nach Wien zur geplanten Zeit

Der Flughafen Altenrhein war am Vormittag nicht von Ausfällen betroffen, der frühe Flug nach Wien war geplant, wie es am Schweizer Flughafen auf der anderen Seite der Grenze Vorarlberg heißt. Altenrhein ist nicht betroffen, da hier laut Flughafenangaben die Deutsche Flugsicherung zuständig ist.

Es wurden Verspätungen beim Morgenflug von Wien und einem Flug nach Menorca gemeldet, aber es ist nicht bekannt, ob sie durch den Ausfall von Skyguide verursacht wurden. Informationen zu Abflügen und Ankünften in St. Gallen-Altenrhein wird auf der Homepage der Airline unter dem Flugstatus aktualisiert.

Betroffen waren jedenfalls bereits die europäischen Morgenflüge zwischen Genf und Zürich und Umgebung sowie die ersten Ankünfte aus den USA. Instrumentenflugflüge (IFR) waren am Flughafen Bern nicht möglich. Dazu gehören alle Linienflüge. Privatflüge nach Sichtflugregeln waren aber weiterhin möglich.

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