- Eine chinesische Rakete ist am Samstag aus dem All in die Erdatmosphäre eingedrungen.
- Das teilte das Space Command der US-Streitkräfte auf Twitter mit.
- Teile der Rakete stürzten nach chinesischen Angaben 57 Kilometer vor der Ostküste der philippinischen Insel Palawan ins Meer.
Der größte Teil der Rakete sei beim Eintritt in die Erdatmosphäre verbrannt, schrieben die zuständigen chinesischen Behörden in einer Erklärung.
Die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen oder besiedelte Gebiete betroffen sind, war Experten zufolge äußerst gering. Allerdings gab es Kritik von der NASA. „Die Volksrepublik China hat keine spezifischen Informationen über die Flugbahn weitergegeben“, sagte NASA-Chef Bill Nelson. Diese Art des Informationsaustauschs sei jedoch “entscheidend für die verantwortungsvolle Nutzung des Weltraums und die Sicherheit der Menschen hier auf der Erde”.
Bildunterschrift: Rakete „Long March 5B“ Reuters
China hatte zuvor Kritik von der NASA erhalten, dass die Rakete beim Eintritt in die Atmosphäre nicht wie international üblich in kleinere Teile zerbrach.
China verstärkt Weltraumaktivitäten
Am vergangenen Sonntag startete das Land das zweite Modul seiner derzeit im Bau befindlichen Raumstation Tiangong (Himmelspalast) mit einem Labor an Bord. Die Rakete Long March 5B brachte das Modul in wenigen Minuten in die Umlaufbahn. Die chinesische Raumfahrtbehörde sprach nach dem Start von einem “vollen Erfolg”. Das neue Modul wird an das im April 2021 gestartete Kernmodul „Tianhe“ gekoppelt.
Demnach seien im Mai 2021 die Überreste einer dafür eingesetzten Rakete in der Nähe des Malediven-Archipels in den Indischen Ozean gestürzt. Laut Chinas Weltraumprogramm wurde “das meiste davon” verbrannt und zerstört, als es wieder in die Erdatmosphäre eintrat.