Temperaturen bis zu 40 Grad Extreme Hitze für einen Tag

Stand: 18.07.2022 13:28

Eine Hitzewelle trifft Deutschland mit Temperaturen bis zu 40 Grad am Dienstag. Wegen der extremen Temperaturen baut der Deutsche Wetterdienst sein Warnsystem aus. Die Waldbrandgefahr ist sehr hoch.

Deutschland verschont bisher die erstickende Hitze, die sich seit Tagen in Südeuropa ausbreitet. Mit Wochenstart muss sich auch die Bundesrepublik Deutschland aufs Schwitzen einstellen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) könnte es am Montag flächendeckend Höchstwerte von 30 bis 35 Grad geben. Im Westen ist es möglich 37. Im Nordosten hingegen bleibt es etwas kühler zwischen 25 und 30 Grad. Temperaturen über 35 Grad, im Westen sogar bis zu 40 Grad, laut Deutschem Wetterdienst am Dienstag.

Allerdings hält die extreme Hitze nur einen Tag an: Höhepunkt im Westen und Südwesten ist der Dienstag, am Mittwoch verlagert sich die Hitze nach Osten und Nordosten. Gelegentlich sind die Nächte tropisch, es ist also mindestens 20 Grad warm.

Vorbereitungen für den angekündigten Hitzerekord

Alexander Stenzel, SWR, Tagesschau 12:00 Uhr, 18.7.2022

Laut DWD trifft am Mittwoch eine Kaltfront in Deutschland ein, die es im Westen etwas abkühlen wird. Dort werden Höchstwerte von 29 bis 32 Grad erwartet. Dann beginnt der Morgen mit den ersten Schauern und Gewittern, die sich in der Mitte ausbreiten. Es kann starke Stürme geben, lokal sind auch Stürme möglich. Die Temperaturen liegen am Mittwoch zwischen 27 und 34 Grad.

Im Osten und Südosten bleibt es mit Höchstwerten von 34 bis 39 Grad sehr heiß. Ob Regen für Mittwoch angesagt ist, ist unklar. Wettervorhersagen haben bisher lokale Schauer und Stürme, aber keine großflächigen Niederschläge angedeutet. Die sehr hohe Waldbrandgefahr bleibt angesichts der Dürre bestehen.

Millionen Menschen in Südeuropa leiden seit Tagen unter Hitze, Dürre und verheerenden Waldbränden. In Westfrankreich gilt die höchste Alarmstufe, Großbritannien hat wegen der Hitze den Katastrophenfall ausgerufen und auch in Spanien, Portugal und Griechenland kommt es zu unzähligen Waldbränden.

Der Deutsche Wetterdienst baut sein Hitzewarnsystem aus

„Wiederum drohende Hitzewellen stellen ein großes Risiko für die menschliche Gesundheit dar“, erklärt Tobias Fuchs, Bereichsleiter Klima und Umwelt beim DWD. Deshalb hat der Wetterdienst sein Hitzewarnsystem ausgebaut.

Neben den offiziellen Hitzewarnungen für den aktuellen Tag und den Folgetag veröffentlicht der Wetterdienst nun auch Prognosen zur zu erwartenden Hitzebelastung der nächsten fünf Tage, wie der DWD mitteilte. Diese Hitzetrendkarten markieren Bereiche, die wahrscheinlich eine Hitzewarnung erhalten. Die Informationen hier sind weniger detailliert und können sich von einer Prognose zur anderen ändern.

Angesichts der Zunahme hitzebedingter Todesfälle in heißen Sommern könne das Hitzewarnsystem vor allem im Gesundheits- und Pflegebereich eingesetzt und Leben gerettet werden, so Fuchs. DWD-Hitzealarme können kostenlos abonniert werden.

Ver.di fordert keine Hitze für Mitarbeiter

Angesichts der für die nächsten Tage zu erwartenden hohen Temperaturen in Deutschland fordert die Gewerkschaft ver.di hitzefreie und längere Pausen für die Beschäftigten.

Auch wenn kein Rechtsanspruch darauf bestehe, solle in Absprache mit dem Betriebsrat geregelt werden, wann ausgefallene Arbeitszeiten gegebenenfalls nachgeholt werden können, sagte der Leiter der Abteilung Immobilienpolitik. .di, Norbert Reuter, el. . RedaktionsNetzwerk Deutschland”.

Marburger Bund für Wärmeschutzplan

Die Ärztekammer Marburger Bund forderte einen bundesweiten Hitzeschutzplan und eine Hitzeaufklärungskampagne. „Die Politik muss ihre Bemühungen um Schutzmaßnahmen in den Hitzephasen deutlich ausbauen“, sagte Präsidentin Susanne Johna dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

Städte und Gemeinden brauchen Wärmeschutzpläne, damit die Einrichtungen von Senioren, Krankenhäusern und anderen Gesundheitszentren besser auf Hitzewellen vorbereitet werden können, „besser geregelt durch einen nationalen Wärmeschutzplan“. „Wichtig ist auch, die Bevölkerung darüber zu informieren, wie man sich angesichts von Hitzewellen verhalten sollte, zum Beispiel durch eine Informationskampagne der Bundeszentrale für politische Bildung“, sagte Johna.

Der Präsident der Bauern befürchtet „große Ernteverluste“

Aufgrund der Dürre und Hitze in Deutschland befürchtet der Präsident des Verbandes Deutscher Bauern, Joachim Rukwied, nach eigenen Angaben „große Einbußen“ bei der Ernte. Rukwied sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, Dürre und Hitze seien in diesem Jahr „in einigen Regionen ein großes Problem“.

Bei der Getreideernte hat die Zeit bereits ihre Spuren hinterlassen. Auch Kulturen wie Mais oder Kartoffeln, die noch auf die Ernte warten, würden “unter hohen Temperaturen leiden”, sagte Rukwied. Wenn es in nächster Zeit nicht regnet, werde es hier „große Verluste“ geben.

Anforderungen an einen „nationalen Wärmeschutzplan“ und „ohne Wärme“

Markus Sambale, ARD Berlin, 18. Juli 2022 um 8:38 Uhr

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