Am Freitagabend platzt Alexander Zverevs Traum vom Einzug ins Finale der French Open jäh. Im Halbfinale gegen Rafael Nadal verdrehte sich der deutsche Weltranglisten-Dritte am Ende des zweiten Satzes beim Stand von 6:7, 6:6 den rechten Fuß. Zverevs Schmerzensschreie verstummen im Publikum. Schock im Sand. Der 25-Jährige musste mit Tränen in den Augen und im Rollstuhl vom Spielfeld geschoben werden.
Wenig später kommt er mit Krücken zurück. Allerdings nur, um einen Skipass offiziell zu erklären und sich von Weihnachten und den Fans zu verabschieden.
Etwa 24 Stunden später meldet Zverev seine Verletzung in den sozialen Medien. Wie befürchtet, ist dies ernst. „Nach den ersten medizinischen Untersuchungen sieht es so aus, als hätte ich mir mehrere Seitenbänder im rechten Fuß gerissen“, erzählt er seinen Followern. „Ich werde am Montag nach Deutschland fliegen, um weitere Tests durchzuführen und den besten und schnellsten Weg zur Genesung zu finden.“
Unterstützung bedeutet ihm viel
Während dies wohl einer der schwierigsten Posts ist, die Zverev je veröffentlicht hat, verzichtet er auf positive Worte. „Ich möchte allen auf der ganzen Welt für die freundlichen Nachrichten danken, die ich seit gestern erhalten habe. Ihre Unterstützung bedeutet mir gerade sehr viel!”
Gemeint ist damit auch seine Freundin Sophia Thomalla. In der jüngeren Vergangenheit hat der 32-Jährige oft live im Stadion für Zverev angefeuert. In Paris wird sie jedoch vermisst, derzeit dreht sie in Griechenland eine TV-Show. Auf Instagram schrieb sie: „Mein Herz ist in tausend Stücke gebrochen, als ich den Unfall gesehen habe. Der Sport kann unglaublich grausam sein.“
Zverev verspricht, “alle so gut wie möglich über neue Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten”. Und schließlich sagt er: „Bis zum nächsten Mal, Roland Garros!“ (bir)
„Sehr schwere Verletzung“: Zverev spricht nach dem Drama der French Open