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Erstellt: 26.06.2022 Aktualisiert: 26.06.2022 06:44
Von: Marius Epp, Magdalena Furthauer
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Bei einem Angriff auf einen Nachtclub in Oslo sind zwei Menschen getötet und 21 verletzt worden. Ein 42-jähriger mutmaßlicher Islamist wurde festgenommen.
- Terror in Oslo: Am Samstagabend hat ein Mann in einer Schwulenbar auf zwei Menschen geschossen, 21 weitere wurden verletzt.
- Höhere Terrorwarnstufe: Norwegen geht von “außerordentlich” hoher Bedrohung aus, Behörden sprechen von islamistischem Anschlag.
- Der mutmaßliche Täter wurde vor einem Monat vernommen, jedoch ohne Erfolg. Auch Scholz reagierte auf den Angriff.
Update vom 26. Juni, 6.35 Uhr: Der norwegische Geheimdienst hat die Terrorwarnstufe auf die höchste Stufe angehoben und auch die Polizeipräsenz in der Hauptstadt erhöht. Polizisten, die in Norwegen normalerweise keine Waffen tragen, wurden angewiesen, sich zu bewaffnen. Der grausame Terroranschlag, bei dem in der Nacht zum Samstag zwei Menschen getötet und mehr als 20 verletzt wurden, hat Oslo und das Land Norwegen erschüttert.
Oslo trauert um die Opfer des Terrorismus
Norwegen will mit einer Trauerfeier der Opfer der Gewalt gedenken. Kronprinz Haakon von Norwegen und Kronprinzessin Mette-Marit wollen am Sonntagmorgen dem Gottesdienst im Osloer Dom beiwohnen, berichtete der Sender NRK unter Berufung auf die Kirche. Premierminister Jonas Gahr Støre und andere Politiker wurden ebenfalls erwartet. „Das erschüttert unsere ganze Gesellschaft“, sagte Kirchenleiterin Kristin Gunleiksrud Raaum laut NRK. „Wir alle, die wir queer sind, brauchen jetzt die Solidarität und Unterstützung aller anderen.“
Die Ermittler kannten Oslos mutmaßlichen Angreifer als Islamisten
Update vom 25. Juni, 21.40 Uhr: Über den Angreifer der gestrigen Terrornacht in Oslo werden immer mehr Details bekannt. Der inhaftierte Verdächtige hat laut dem Chef des norwegischen Inlandsgeheimdienstes Roger Berg „eine lange Geschichte von Gewalt und Drohungen“. Sie ist seit 2015 auf dem Radar, einerseits wegen ihrer möglichen Radikalisierung, andererseits weil sie einem islamistischen Netzwerk angehört. Auch seine psychische Gesundheit könnte in Mitleidenschaft gezogen werden. Der 42-Jährige sei bereits im vergangenen Monat vernommen worden, die Ermittler seien aber zu dem Schluss gekommen, dass er keine „gewalttätigen Absichten“ habe, so Berg weiter.
Inzwischen hat auch Bundeskanzler Olaf Scholz auf den Terror in Oslo reagiert. Der Angriff auf die queere Community hat ihn zutiefst erschüttert. „Das norwegische Volk kann sich unserer Sympathie sicher sein. Der Kampf gegen den Terror eint uns“, schreibt Scholz auf Twitter.
Terroranschlag in Oslo: mutmaßlicher terroristischer Angreifer
Update vom 25. Juni, 17.05 Uhr: Die norwegische Polizei gibt langsam immer mehr Details über den Terror der letzten Nacht in Oslo und den Verdächtigen bekannt. Demnach hat der Geheimdienst PST den Anschlag nun als islamistischen Terroranschlag eingestuft.
Grund dafür sind neueste Informationen über den Angreifer, der kurz nach den Anschlägen mit Hilfe von Zivilisten von der Polizei festgenommen wurde. In der Nacht durchsuchten die Behörden die Wohnung des Norwegers mit iranischen Wurzeln. Laut Ermittler Christian Hatlo hatte der 42-Jährige zuvor eine Straftat begangen und sich radikalisiert. Das sagte er der norwegischen Zeitung VG.
In Oslo hat ein 42-jähriger mutmaßlicher Islamist zwei Menschen getötet und 21 weitere verletzt. © JavadPARSA/NTB/AFP
Ministerpräsident Jonas Gahr Støre versichert der queeren Community bei einer Pressekonferenz: „Wir sind an Ihrer Seite.“ Auch König Harald V. (85) fordert seine Landsleute auf, geeint zu bleiben. Es ist wichtig, gemeinsame Werte wie Freiheit, Vielfalt und Respekt voreinander hochzuhalten, damit sich alle sicher fühlen können. Eigentlich hätte die 40. Pride Parade am Samstag in Oslo stattfinden sollen, aber auf Anraten der Polizei sagten die Organisatoren die gesamte Veranstaltung ab. Bald aber „werden sie wieder stolz und sichtbar sein“, heißt es. Der Deutsche Lesben- und Schwulenverband ruft am Samstagabend zu einer Solidaritätskundgebung am Brandenburger Tor auf, wie es im Ukrainekrieg der Fall war.
Oslo: Angriff auf Schwulenclub mit zwei Toten: Norwegen ruft die höchste Terrorwarnstufe aus
Update vom 25. Juni, 15.55 Uhr: Samstagnacht hat ein Mann in einer Schwulenbar in Oslo zwei Menschen erschossen, Norwegen hebt nun die nationale Terrorwarnstufe auf die höchste Stufe an. Infolgedessen sei das Risiko einer terroristischen Bedrohung “außerordentlich” hoch, teilte der norwegische Geheimdienst PST am Samstag mit, berichtete NRK. Behördenchef Roger Berg erklärt, die Tat mit zwei Toten und mindestens 21 Verletzten gelte als Terroranschlag. Nun gilt Terrorwarnstufe fünf. Bisher war es Stufe drei.
Inzwischen hat die Polizei auch Informationen über den bereits festgenommenen Verdächtigen veröffentlicht. Er soll ein Norweger mit iranischen Wurzeln sein. Es wird auch gesagt, dass es ein starkes Argument für Hassverbrechen gibt.
Bombenanschlag in Oslo: Ein Mann wird in einem Schwulenclub erschossen: Die Polizei ermittelt wegen mutmaßlichen Terrorismus
Update 25. Juni, 9.55 Uhr: Nach den tödlichen Schießereien in einem Nachtclub in der norwegischen Hauptstadt Oslo ermittelt die Polizei wegen mutmaßlichen Terrorismus. Das teilten die Behörden nach Berichten norwegischer Medien mit. Zwei Menschen starben und mindestens 21 wurden verletzt, zehn davon schwer. In der Nacht nahm die Polizei einen Verdächtigen in der Nähe des Tatorts fest. Laut NRK gehen die Forscher von einem einzigen Autor aus. Das weiß die Polizei schon.
Laut der Zeitung Aftenposten befindet sich der Nachtclub Londoner Pub, in dem die Schießerei stattfand, in einer beliebten Straße im Zentrum von Oslo. Zivilisten halfen bei der Festnahme des Verdächtigen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf die Polizei. „Die Meldung traf um 1:14 Uhr ein, nur fünf Minuten später haben wir den Täter festgenommen“, sagte Tore Barstad, Chief Operating Officer, und fügte hinzu: „Es gibt anständige Leute, die mit einem heldenhaften Einsatz geholfen haben, die Kontrolle über den Autor zu erlangen. “
Oslo: Angriff auf einen Nachtclub: Die Polizei geht von einem Einzeltäter aus
Erstmeldung vom 25. Juni: Oslo – Zwei Menschen wurden getötet, als in einem Nachtclub in der norwegischen Hauptstadt Oslo Schüsse abgefeuert wurden. Es gab auch mehrere schwere Verletzungen, twitterte die Osloer Polizei am Samstagmorgen. Kurz nach den Ereignissen wurde eine Person in der Nähe des Tatorts festgenommen. Laut dem norwegischen Sender NRK sagte Einsatzleiter Tore Barstad, alles deutete darauf hin, dass er ein Einzelautor sei. Es gab drei Schwerverletzte. 19 Personen wurden medizinisch versorgt.
Laut Sender gab es mindestens drei Tatorte. Zur Ursache des Vorfalls gab es keine Angaben. Derzeit wird der Vorfall nicht als terroristisch eingestuft. Die Polizei machte keine Angaben zum Alter oder zur Identität des Festgenommenen.
Die norwegische Polizei ermittelt wegen mutmaßlichen Terrorismus in Oslo. © Javad Parsa/NTB/AFP
Oslo: Zwei Tote nach einem Angriff auf eine Schwulenkneipe
Der Häftling hat noch nicht entschieden. Die Polizei durchsuchte sein Haus, berichtete NRK. Bei dem Angriff seien Schusswaffen eingesetzt worden, von denen zwei beschlagnahmt worden seien, sagte NRK unter Berufung auf Barstad.
Ein Journalist, der Augenzeuge war, sagte, er habe einen Mann mit einer Tasche gesehen, der sich der Szene näherte, eine Waffe ergriff und zu schießen begann. Im Nachtclub herrschte Panik, sagte ein anderer Augenzeuge.
Bombenanschlag in Oslo: „Schockierender Angriff auf Unschuldige“
Der norwegische Premierminister Jonas Gahr Støre sagte: „Die Schießerei gestern Abend vor dem Londoner Pub in Oslo war ein grausamer und zutiefst schockierender Angriff auf unschuldige Menschen. Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien. „Wir wissen immer noch nicht, was passiert ist hinter dieser schrecklichen Tat, aber an die schwulen Menschen, die jetzt Angst haben und traurig sind, ich meine, wir sind alle bei dir”, sagt Støre.
Die Zeitung Aftenposten berichtete, dass sich der Nachtclub Londoner Pub in einer beliebten Straße im Zentrum von Oslo befindet. Auf den schwulen Nachtclub fielen mehrere Schüsse. Zivilisten halfen bei der Festnahme des Verdächtigen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf die Polizei. Die Pride Parade soll am Samstag zum 40. Mal in Oslo stattfinden. Die Polizei prüft, ob der Vorfall Folgen für den Vorfall hat. (epp/dpa)