Zwei Tage nach dem Auftakterfolg über den Finnen Emil Ruusuvuori, der für Thiem der erste Sieg auf der Tour seit 14 Monaten war, traf der Lichtenworter im Achtelfinale auf eine härtere Konkurrenz. Im ersten Match gegen einen der Top 20 seit Mai 2021 zeigte Thiem bei windigen Bedingungen eine gute Leistung, vor allem aber einen starken Kampf. Nächster Rivale des ehemaligen Weltranglisten-Dritten am Freitag (drittes Spiel nach 11 Uhr) ist der 21-jährige Argentinier Sebastian Baez (ATP-34), der Alejandro Davidovich Fokina (ESP) mit 6:2,6:3 schlug.
„Ich freue mich sehr, es war ein tolles Match gegen einen absoluten Rivalen“, freute sich Thiem. “Ich war sehr zufrieden damit, wie ich am meisten gespielt habe. Ich habe das Gefühl, dass mir der Aufschlag und die Rechte wieder wehtun. Das ist sehr wichtig für mein Spiel und gibt mir Selbstvertrauen.” Seine Arbeit scheint Früchte zu tragen. „Ich habe zwei der Top-50-Spieler in langen Spielen geschlagen, daher kann ich definitiv sagen, dass ich wieder auf einem sehr, sehr guten Weg bin“, sagte Thiem und dachte schon an die nächste Runde: „Vielleicht kann ich mich sogar noch einmal steigern.“
Thiem startete gut, holte einige Winner, verpasste in den ersten Spielen aber drei Breaks und musste beim Stand von 2:3 den ersten Restbällen ausweichen. Das misslang, Acute Baptist machte das 4:2 und schließlich das 5:2. Thiem agierte zu falsch, der erste Satz schien ihm verloren. Doch er bekam im letztmöglichen Moment zurück, holte sich nach einem starken Aufschlagspiel das Break zum 3:5 und kämpfte sich schließlich in Richtung Tiebreak. Auch er war nah dran, aber Thiem behauptete die Vormachtstellung und holte sich nach 13:10 Uhr die erste Runde.
Das Match blieb eng und der Verlauf war ähnlich. Thiem ließ zu Beginn Chancen zur Erholung aus und gönnte sich das Break zum 2:3. Es folgten viele lange Ballwechsel, ebenfalls sehenswert, doch diesmal gelang es Thiem nicht, den Kurs zu drehen. Agut ließ sich seine Überlegenheit nicht entgehen und machte per Break zum 6:3 und glich den Satz aus. In der entscheidenden Runde war es Thiem, der sich das erste Break zum 3:2 sicherte und damit seinen Sieg einleitete. Nach 2:40 servierte der 28-Jährige zum 6:4 aus.