Tennis
Der frühere US-Open-Sieger Dominic Thiem ist in der ATP-Weltrangliste vom 198. auf den 352. Platz abgerutscht. Damit steht der 28-jährige Niederösterreicher so schlecht da wie vor knapp zehn Jahren. Überhaupt wurde die Herren-Weltrangliste eine Woche nach den French Open mit dem Russen Daniil Medvedev zum zweiten Mal an der Spitze erschüttert.
13.06.2022 19.11
Online ab heute, 11.19 Uhr
Alexander Zverev liegt mit 875 Punkten auf dem zweiten Platz. Noch nie stand der deutsche Olympiasieger so weit oben in der Rangliste. Der Serbe Novak Djokovic ist nur Dritter, nur 245 Punkte vor French-Open-Sieger Rafael Nadal aus Spanien. Djokovic war in der zweiten Oktoberwoche 2018 nicht unter den ersten beiden.
Neben dem verletzten Zverev erreichte auch der Norwegian-Open-France-Finalist Casper Ruud mit Platz fünf den Höhepunkt seiner Karriere, während Thiem das Minimum erreichte. Am 26. November 2012 war der damals 18-Jährige die Nummer 402 der Welt und stand damit zuletzt schlechter da.
APA/AFP/Sander Koning Medwedew führt zum zweiten Mal in seiner Karriere die Weltrangliste an
Thiem droht ein weiterer Ausrutscher
Grund für Thiems Rückfall war der Verlust von 180 Punkten im Viertelfinale der French Open 2020, die aufgrund der Coronavirus-Sonderregelung längst in die Rangliste eingeflossen waren. Insgesamt hat Thiem in diesem Jahr nur 30 von seinen 125 Punkten hinzugefügt, jeweils zehn in Madrid, Rom und Paris.
Am 11. Juli verliert der 28-Jährige ab 2019 fünf Wimbledon-Punkte, vier Wochen später auch im Viertelfinale von Montreal 2019. Trifft er bis dahin nicht, kann er womöglich nur noch unter den 700 Besten bleiben . Thiems bisher letzter Sieg liegt mehr als 13 Monate zurück, seine Handgelenksverletzung wird nächste Woche erstmals gefeiert.
Der österreichische Bassist steht für sein nächstes Turnier erst in Wimbledon (27. Juni bis 10. Juli) auf dem Plan. Dort wird der frühere Weltranglisten-Dritte vor seiner Handgelenksverletzung sein sechstplatziertes ATP-Protected-Ranking einsetzen. Mit Platz 352 ist Thiem aktuell nur der siebtbeste Österreicher. Bestplatzierter ÖTV-Spieler ist nun Dennis Novak (147.). Dahinter folgen Yuri Rodionov (154.), Filip Misolic (212.), Sebastian Ofner (219.), Gerald Melzer (244.) und Lucas Miedler (286.).
GEPA / Walter Luger Grabher auf 142. Weltrang
Keine großen Änderungen für Frauen
Bei den Frauen bleibt die Polin Iga Swiatek die unangefochtene Nummer eins der Welt. Die French-Open-Siegerin hat 4.120 Punkte mehr als die Estin Anett Kontaveit (4.511). Dritte ist die Spanierin Paula Badosa Gibert mit 4.245 Punkten.
Julia Grabher hat derweil ihre höchste Karriere in der Weltrangliste hingelegt. Die beste Tennisspielerin Österreichs verbesserte sich aktuell von Platz 153 auf Platz 142. Ihre bisherige Bestplatzierung fiel von Platz 148. Barbara Haas (309.) wurde von Sinja Kraus (286.) als Nummer zwei Österreichs abgelöst.