Stand: 06.04.2022 06:47 Uhr
Bei schweren Stürmen auf Kuba sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Ein tropischer Sturm zerstörte Häuser und verursachte Überschwemmungen in der Altstadt von Havanna. Jetzt zieht er nach Florida.
Ein Tropensturm hat in Kuba Überschwemmungen und Zerstörungen angerichtet. In der Hauptstadt Havanna wurden mindestens drei Menschen getötet. Die Todesfälle seien auf einen Einsturz eines Hauses und einen Unfall zurückzuführen, teilte das Präsidialamt des sozialistischen Inselstaats auf Twitter mit.
Am stärksten betroffen waren das Zentrum und die Altstadt von Havanna. Mehrere Häuser wurden beschädigt. Etwa 400 Menschen wurden in Notunterkünften untergebracht, mehr als 1800 wurden bei Freunden oder der Familie untergebracht.
Berichten zufolge hatte ein Tiefdruckgebiet in West- und Zentralkuba heftige Regenfälle, Stürme und Tornados verursacht. Überschwemmungen wurden in den meisten Teilen Havannas gemeldet, berichtete die Zeitung der Kommunistischen Partei Granma. Nach Angaben des Zivilschutzes wurde auch das Stromnetz beschädigt.
Mehrere Menschen versuchen in Havanna, ein Fahrzeug aus dem Wasser zu befreien. Bild: dpa
Auch Florida und die Bahamas sind betroffen
Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums NHC handelte es sich um einen potenziellen tropischen Wirbelsturm. Neben Kuba wurden auch in Teilen des nahe gelegenen Florida und auf den Bahamas starke Regenfälle erwartet. Die atlantische Hurrikansaison hat Anfang dieses Monats begonnen und dauert bis Ende November.
Mitte der Woche verwüstete der Sturm Mexiko. Dort wurden mindestens elf Menschen getötet. 21 weitere Menschen würden vermisst, sagte der Gouverneur des mexikanischen Bundesstaates Oaxaca, Alejandro Murat.