Totschnig hat Vorwürfe der illegalen Finanzierung durch die ÖVP bewiesen

Aktualisiert am 25. Juni 2022 | 23:00

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Totschnig hat es bewiesen

Foto: APA / EXPA / JOHANN GÖDER

Nach dem Vorwurf der SPÖ, dass das Landwirtschaftsministerium den Wahlkampf 2017 der ÖVP durch Zahlungen an die Bauernverbandsmedien finanziert haben könnte, aktiviert nun der zuständige Minister Norbert Totschnig (ÖVP) die Interne Revision. Wegen Vorwürfen illegaler Parteienfinanzierung solle diese Vergabe überprüft werden, sagte er am Samstag in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber der APA.

Die eingenommene Summe von 300.000 Euro, die angeblich in das Tagebuch des Bauern geflossen sein soll, steht offenbar im Zusammenhang mit einem Arbeitsvertrag mit dem Ministerium Österreichische Agrarverlag Druck- und Verlagsges.mbH über die Herstellung einer vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift mit dem Titel „Land : Report“. Dieser Auftrag wurde 2017 nach einer Ausschreibung auf europäischer Ebene vergeben.

Jan Krainer, Vorsitzender der SPÖ-Bundestagsfraktion im Korruptionsermittlungsausschuss der ÖVP, sagte am Freitag, er wisse nicht, ob es einen Zusammenhang zwischen den Geldüberweisungen gebe und ob es sich um sogenannte Bestechungszahlungen handeln könnte. Er vermutete jedoch, dass die Bundes-ÖVP Geld für den Wahlkampf benötigte und dass eine Finanzierung für diese Abzweigung hätte erfolgen können. Elisabeth Köstinger (ÖVP), die im Mai die Nachfolge von Andrä Rupprechter antrat und Ende 2017 als Landwirtschaftsministerin zurücktrat, sprach dem Ausschuss U am Donnerstag jede persönliche Verantwortung für dieses Werbegeschäft ab.

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