Den Strapazen der letzten Wochen musste der Pilot von Cofidis Geschke bereits im ersten großen Anstieg des Tages, dem Col d’Aubisque, Tribut zollen.
Nachdem er in der großen Ausreißergruppe des Tages den Sprung verpasst hatte, fiel er zurück und konnte dann auf der extrem schwierigen 18. Etappe nicht den entscheidenden Unterschied machen.
Allerdings wird Geschke auch in den kommenden Tagen das gepunktete Trikot als Stellvertreter für den Mann in Gelb tragen.
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Drei Dinge, die auffielen: Die Giants geben Geschke keine Chance
EINE STUNDE VORHER
Im Kampf um das Gelbe Trikot wurde es auf der kniffligen Col de Spandelles-Abfahrt rund 25 km vor dem Ziel erstmals richtig spektakulär: Der 25-jährige Vingegaard, der zuvor beinahe gestürzt wäre, zeigte große sportliche Fähigkeiten. und wartete auf die Gefallenen und Pogacar, die mit Abschürfungen verwundet waren.
Tolles Netzspiel! Pogacar fällt bergab – Vingegaard wartet
Beim anschließenden Schlussanstieg der Königsklasse nach Hautacam verlor der amtierende Champion, möglicherweise durch einen Sturz, an Kräften. Rund vier Kilometer vor dem Ziel konnte er nicht anhalten, als Vingegaards Helfer Wout van Aert das Tempo erhöhte.
Anschließend vollendete Vingegaard seine triumphale Solofahrt und feierte seinen zweiten Tour-Etappensieg des Jahres. Pogacar wurde 1:04 Minuten später Zweiter; Dritter war das belgische Fort van Aert.
Im entscheidenden 40-km-Einzelzeitfahren am Samstag hat Jumbo-Fahrerin Visma Vingegaard nun einen uneinholbaren Vorsprung von 3:26 Minuten auf Pogacar (VAE) und 8:00 Minuten auf den drittplatzierten Briten Geraint Thomas (Ineos Grenadiers).
Moment der Entscheidung: Van Aert und Vingegaard schlagen Pogacar
Bei französischer Mittagshitze begann die 143,2 km lange Etappe mit drei schwierigen Anstiegen im Wallfahrtsort Lourdes. Nach dem gewohnt hektischen Start bildete sich eine starke Gruppe von 33 Mann, ohne Simon Geschke, der den Sprung verpasste.
„Ich hoffe, meine Beine sind irgendwie fertig“, sagte Geschke vor der Etappe. Doch als er am ersten Anstieg des Tages nur 20 Sekunden hinter der Gruppe lag, war schnell klar: Sie waren es nicht. Der Berliner schaffte den Anschluss nicht und brach schließlich erschöpft und enttäuscht zusammen.
Am vorletzten Anstieg des Tages entbrannte erstmals der Kampf um die Gesamtwertung. Pogacar griff auf dem Weg zum Spandelles-Pass mehrmals an, aber Vingegaard konterte jedes Mal mit dem gleichen Selbstvertrauen wie üblich, bevor es bei der Abfahrt und dem letzten Anstieg zur Sache ging.
Eine unspektakuläre Flachetappe steht am Freitag auf dem Programm, bevor am Folgetag in einem 40 km langen Einzelzeitfahren über den Sieg der Tour entschieden wird.
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(mit SID)
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