Trinkwasser ist in Norditalien rationiert

Der Pegel des Po ist hier bei Cremona so niedrig wie vor 70 Jahren.

EPA / Filippo Venezia / Keystone

Behörden berichten von extremer Dürre in den Regionen Piemont und Lambardei nach Wochen ohne Regen. Der Pegel des Flusses Po ist so niedrig wie vor 70 Jahren.

Aufgrund einer historischen Dürre ist Norditalien zu drastischen Maßnahmen gezwungen. Kürzlich wurden 125 Gemeinden in den Regionen Piemont und Lombardei aufgefordert, die Trinkwasserversorgung von Haushalten während der Nacht einzustellen oder zu unterbrechen.

Der Verband der Wasser- und Energieversorger Utilitalia schlug Alarm gegen die extreme Dürre, insbesondere in den Gebieten, in denen der Po, der längste Fluss Italiens, fließt.

Niedrigster Wasserstand seit 70 Jahren

Die Po-Behörde meldete die schlimmste Dürre und den niedrigsten Wasserstand seit 70 Jahren. An vielen Stellen ist nur noch ein Rinnsal des meist mächtigen Flusses übrig. „Die Situation verschlechtert sich“, sagte Meuccio Berselli der Nachrichtenagentur Ansa. “In manchen Gegenden hat es seit 110 Tagen nicht geregnet.” Dutzende Gemeinden nutzen bereits Tankwagen für den Wassertransport, weil die Wassertanks leer sind.

Für Freitag ist ein Krisentreffen in Rom mit Landwirtschaftsminister Stefano Patuanelli angesetzt, dem einzigen Welttag zur Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürren. Attilio Fontana, Präsident der Region Lombardei, kündigte am Donnerstag an, den Ausnahmezustand auszurufen. Die Situation sei “dramatisch”, nicht nur in der Lombardei, sondern auch im Piemont, in der Emilia-Romagna und im Veneto.

In Frankreich wird eine Hitzewelle mit Temperaturen um die 40 °C erwartet

Ab Donnerstag wird es in Frankreich sehr heiß. Aber auch andere Länder werden betroffen sein.

16.06.2022

Hitzewarnung auch in Frankreich

Bei der Hitzewelle in Frankreich müssen sich die Menschen lokal auf Temperaturen von bis zu 42 Grad einstellen. Das teilte der Wetterdienst Météo France am Donnerstag in seiner aktualisierten Prognose mit.

Ein Weizenfeld im Osten Frankreichs: Hier wächst nicht mehr viel.

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Daher werden am Samstag die höchsten Temperaturen erwartet, wobei der Südwesten am heißesten sein wird. Werte von bis zu 40 Grad lassen sich aber fast überall erreichen. Ministerpräsidentin Elisabeth Borne mahnte die Bevölkerung zur Vorsicht. In zwölf Departements wurde Alarmstufe Rot ausgerufen. Die Menschen müssen genug trinken, cool bleiben und sich um ihre Nachbarn kümmern.

dpa

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