Triumph im CHIO-Nationenpreis: Die Nationalmannschaft feiert den Coup in Aachen

Triumph im CHIO-Nationenpreis Die Nationalmannschaft feiert den Coup in Aachen

30.06.2022, 22:48

Beim CHIO in Aachen trotzten die deutschen Springer teils sintflutartigem Regen und einem massiven Temperatursturz von 20 Grad und gewannen erstmals seit 2018 wieder den traditionsreichen Nationenpreis. Bereits nach dem ersten Durchgang lagen die Einheimischen in Führung.

Noch vor der Reise des letzten Reiters André Thieme, der später zurücktrat, gewann das deutsche Team das traditionsreiche CHIO-Springreiten. Angeführt vom Europameister siegte die Nationalmannschaft im Rampenlicht in Aachen. Das Quartett um den Plau am See-Reiter mit seiner Stute Chakaria hat bei strömendem Regen in Aachen nur einen Strafpunkt kassiert.

„Ich war mir nicht sicher, er war noch nie in Aachen“, sagte Thieme nach der ersten Runde mit seiner goldenen Stute, die er fehlerfrei absolvierte. „Sie ist, wie sie ist, sie ist eine Kämpferin, und sie kämpft für mich“, freute sich die Mecklenburg-Vorpommern-Reiterin. Ich war “super froh, dass es hier so gut geklappt hat.” Er musste nicht um die zweite Runde antreten. Als der letzte Belgier Gregory Wathelet eine Stange holte, waren die Gastgeber die Sieger.

“Das Team hat sehr starke Wendungen gemacht”

Zum Gastgeberquartett gehörten außerdem Christian Kukuk mit Mumbai, Janne Friederike Meyer-Zimmermann mit Messi und die Belgierin Jana Wargers mit Limbridge. Die vier Paare ritten erstmals im CHIO-Team. Im vergangenen Jahr wurde das Gastgeberteam Sechster. „Unser Team hat sehr starke Runden geboten und am Ende hat es geklappt“, sagte Wargers ins WDR-Mikrofon. „Daran muss man sowieso immer glauben“, sagte Kukuk. „Ich war mir sicher, dass wir die Lieferung machen würden, und ich denke, wir werden später etwas trinken.“ Thieme habe „lange gewartet, aber wenn man von etwas zu viel erwartet, passiert es oft nicht.“

Kukuks Auftritt in der ersten Runde war unglücklich. Der Riesenbeck-Pilot vergab acht Strafpunkte an Bombay und lieferte das Streichergebnis ab. Im zweiten Durchgang lief es besser, Kukuk und sein Hengst blieben fehlerfrei. „In der zweiten Runde war es ein tolles Gefühl“, kommentierte der Fahrer. “Wir kämpften.”

“Ich sah die eiserne Fliege”

Beeindruckend war auch die Leistung der beiden Damen. Janne Friederike Meyer-Zimmermann mit Messi und Jana Wargers mit Limbridge blieben in der ersten Runde ungeschlagen. Im zweiten stürzte Wargers, nachdem sein Pferd auf dem Feld ein Hufeisen verloren hatte. „Ich habe die Eisenfliege gesehen“, sagte Wargers. Auch beim zweiten Mal fuhr Meyer-Zimmermann perfekt.

Für Bundestrainer Otto Becker war der mit einer Million Euro dotierte Wettbewerb “ein Härtetest mit Blick auf die WM”. Weitere Kandidaten für die August-WM im dänischen Herning sind Marcus Ehning aus Borken, Christian Ahlmann (Marl) und der ebenfalls in Belgien lebende Daniel Deußer.

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