Die neue Technische Universität Linz (TU) soll ab 2023/24 unter dem Titel „Austrian Institute of Digital Sciences“ ihren Betrieb aufnehmen. Das entsprechende Gründungsgesetz wurde am Mittwoch vom Ministerrat gebilligt. Die Kosten der Vorbereitungsphase in Höhe von 18,4 Millionen Euro in den Jahren 2022 und 2023 werden trotz harscher Kritik unter anderem von der Universitätskonferenz (uniko) aus der Ressortrücklage des Hochschulhaushalts bestritten und der Betrieb mitfinanziert Oberösterreich.
Sicherung der digitalen Wettbewerbsfähigkeit als Ziel
Ziel der neuen Universität sei es, so das Cover, die digitale Wettbewerbsfähigkeit Österreichs zu sichern, in inter- und transdisziplinären Forschungsfeldern zu arbeiten und „innovative Lehr-, Vermittlungs- und Transfermethoden zu implementieren“. Ein Gründungskonvent soll „Mitte 2022“ seine Arbeit aufnehmen und zunächst einen Gründungspräsidenten ernennen sowie künftige Organisations- und Studienstrukturen vorbereiten.
Darüber hinaus wird vor allem zur Entwicklung der Forschungsschwerpunkte und des Lehrangebots ein Beirat eingerichtet, an dem Vertreterinnen und Vertreter der Linzer Universitäten und Hochschulen oder aller anderen IT-Einrichtungen in Österreich teilnehmen werden Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH). ) gehören.
Bund und Land Oberösterreich teilen sich die Finanzierung
Für den laufenden Betrieb bedarf es eines weiteren Bundesgesetzes, das die endgültigen Rahmenbedingungen für den laufenden Betrieb schafft. Die Förderung ab Herbst 2023 wird zwischen Bund und Land Oberösterreich geteilt, die entsprechende 15. Vereinbarung ist den Unterlagen zufolge bereits in Vorbereitung.
Im akademischen Jahr 2030/31 wird die neue Universität voraussichtlich etwa 5.000 Studenten haben, und wenn sie fertiggestellt ist, werden es 6.300 Studenten und 150 Professoren und Äquivalente sein. Dann sollen Bachelor-, Master- und Promotionsstudien sowie regelmäßige Aus- und Weiterbildungen möglich sein, auch ein Studium soll möglich sein.