Inmitten der schweren Wirtschaftskrise kündigte Präsident Erdogan an, wieder Präsident der Türkei werden zu wollen. Er äußerte sich auch zu vorgezogenen Wahlgerüchten.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat offiziell angekündigt, bei der Präsidentschaftswahl im nächsten Jahr erneut anzutreten. „Lassen Sie mich Ihnen hier sagen. Tayyip Erdogan ist der Kandidat der Volksallianz“, sagte Erdogan am Donnerstag bei einer Kundgebung in Izmir und bezog sich dabei auf das Bündnis seiner AKP-Partei mit der rechtskonservativen MHP.
Erdogan wies Gerüchte zurück, er kandidiere für ein Amt. Präsidentschaftswahlen seien für den 24. Juni 2023 geplant, sagte er.
Der Gegner ist noch nicht bekannt
Auf welchen Rivalen Erdoğan treffen wird, ist noch nicht klar. Die oppositionelle CHP hat ihren Spitzenkandidaten noch nicht nominiert. Erdoğan forderte am Donnerstag den CHP-Chef Kemal Kilicdaroglu auf, zur Sache zu kommen: „Kündigen Sie Ihren Kandidaten oder Ihre Kandidatur an“, forderte er.
Die Türkei befindet sich derzeit in einer schweren Wirtschaftskrise, die Inflation liegt bei 73,5 Prozent, die höchste seit 1998, und die türkische Lira hat an Wert verloren. Kritiker machen Erdogans unkonventionelle Wirtschaftspolitik für die Probleme verantwortlich. Trotz grassierender Inflation im Land hat die türkische Notenbank die Leitzinsen zuletzt unverändert gelassen. Erdogan ist ein entschiedener Gegner hoher Zinsen, die weithin als wirksames Mittel zur Bekämpfung der Inflation gelten.