Ukraine: Ausbruchsalarm: Großbritannien warnt vor Cholera-Ausbruch in Mariupol

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Es ist ein Schauplatz des absoluten Terrors für die Gesundheit der Bürger.

Großbritannien warnt vor Cholera-Ausbruch im von Russland bedrängten Hafen von Mariupol!

Die Gefahr sei sehr hoch, teilte das britische Verteidigungsministerium auf Grundlage eines Lageberichts des Geheimdienstes mit.

Demnach steht die Gesundheitsversorgung in der Stadt (einst 440.000 Einwohner) im Asowschen Meer kurz vor dem vollständigen Zusammenbruch. Ein gefürchteter Cholera-Ausbruch würde die Situation weiter verschärfen. Seit Mai wurden in der Ukraine vereinzelte Fälle von Cholera gemeldet.

Begründung: Russland kann die Grundversorgung der besetzten Gebiete nicht garantieren. Das britische Ministerium schreibt: “Russland kämpft darum, die Bevölkerung der von Russland besetzten Gebiete mit grundlegenden öffentlichen Dienstleistungen zu versorgen.” Betroffen: „Zugang zu sauberem Trinkwasser“ – auch „Telefon- und Internetdienste sind weiterhin stark gestört“. Nach britischen Angaben herrscht in Cherson vermutlich ein kritischer Mangel an Medikamenten.

Cholera-Durchfall wird hauptsächlich durch verunreinigtes Trinkwasser verursacht. Etwa 80 Prozent der Infektionen verlaufen mild, aber körperlich schwache Menschen sind besonders anfällig. Daher können Cholera-Ausbrüche in Kriegs- und Krisenzeiten besonders bedrohlich sein. In schweren Fällen kann Flüssigkeitsverlust zum Kreislaufkollaps und sogar zum Tod führen.

Bereits im Mai hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor der Gefahr von Cholera-Ausbrüchen in von Russland besetzten Gebieten gewarnt. Regionaldirektor Hans Kluge sagte, besonders betroffen seien Gebiete, in denen Wasser- und Abwasserinfrastruktur defekt oder zerstört seien.

Der letzte große Ausbruch in der Ukraine war 1994/95, seitdem gab es immer wieder kleinere, vor allem in der Region der Südostukraine um Mariupol im Asowschen Meer.

Zur Lage in der Ostukraine kündigte das Ministerium an, den Kampf um die Stadt Siewjerodonezk fortzusetzen. „Russland erlangt die Kontrolle über den größten Teil der Stadt zurück, aber seine Streitkräfte haben kaum Fortschritte bei der Einkreisung des weiteren Gebiets von Norden und Süden gemacht.“

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