5.57 Uhr: Reiche Russen kaufen Immobilien in den Emiraten
Angesichts der Sanktionen gegen Russland bringen viele Russen ihr Geld in die Sicherheit der Vereinigten Arabischen Emirate. Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa berichten Immobilienmakler von einem starken russischen Interesse an Immobilien in Dubai, insbesondere an den Wolkenkratzern des Jachthafens und den Dörfern auf der künstlichen Insel Palm Jumeirah. Das Privatjet-Terminal des Dubai World Central Airport hat laut dem General Manager des Flughafens den Verkehr ebenfalls vervierfacht. Im Gegensatz zu den meisten Ländern der Welt haben die Emirate keine Sanktionen gegen russische Institutionen und Verbündete verhängt.
4.20 Uhr: Baerbock: „Ukraine muss gewinnen“
Außenministerin Annalena Baerbock hat deutlich gemacht, dass sie will, dass die Ukraine den Krieg gegen Russland gewinnt. Der Grünen-Politiker wurde am Mittwochabend in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ nach der vorsichtigsten Haltung von Bundeskanzler Olaf Scholz gefragt, Russland solle den Krieg nicht gewinnen. “Ich sage, was die Kanzlerin sagt, ist wahr”, antwortete Baerbock. “Natürlich darf Russland diesen Krieg nicht gewinnen, sondern strategisch verlieren.” Russland verstößt gegen internationales Recht. „Sie wollen den Frieden in der Ukraine zerstören. Deshalb darf die Ukraine auf keinen Fall verlieren, das heißt, die Ukraine muss gewinnen.“
3.33 Uhr: Die USA wollen insgesamt vier Raketenwerfer liefern
Die USA wollen der Ukraine insgesamt vier Mehrfachraketenwerfer liefern. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums wird das neue Waffenpaket für Kiew außerdem 1.000 Javelin-Panzerabwehrraketen und vier Mi-17-Hubschrauber umfassen. Die US-Regierung hatte am Vortag das neue Militärhilfepaket im Gesamtwert von 700 Millionen Dollar (650 Millionen Euro) angekündigt.
2.16 Uhr: Pele fordert Putin auf, den Krieg zu beenden
Die brasilianische Fußballlegende Pelé hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin aufgefordert, die Invasion seiner Armee in der Ukraine zu beenden. „Stoppt die Invasion. Es gibt absolut keine Rechtfertigung für diese fortgesetzte Gewalt“, schrieb er am Mittwoch in einem offenen Brief an Putin auf Instagram. “Dieser Konflikt ist schlimm, ungerechtfertigt und bringt nichts als Schmerz, Angst, Schrecken und Qual.” Anlass für Pelés Rede war das Länderspiel der ukrainischen Männer-Fußballmannschaft gegen Schottland.
1:59 Uhr: Selenskyj: 200.000 Kinder seit Kriegsbeginn entführt
Nach Angaben des ukrainischen Staatschefs Selenskyj sind unter den Ukrainern, die während des Krieges in Russland verschleppt wurden, 200.000 Kinder. Die Minderjährigen seien über ganz Russland verteilt worden, sagte Selenskyj in seiner Videoansprache an die Bevölkerung. Unter ihnen sind Kinder aus Waisenhäusern in der Ukraine, Kinder, die ihren Eltern entführt wurden, und solche, die von ihren Familien getrennt wurden. „Das Ziel dieser kriminellen Politik besteht nicht nur darin, Menschen zu stehlen, sondern die Entführten dazu zu bringen, die Ukraine zu vergessen und ihnen die Rückkehr unmöglich zu machen“, sagte Selenskyj.
1.00 Uhr: Melnyk feiert Engagement für Luftverteidigungssystem Iris-T
Der Botschafter der Ukraine in Deutschland, Andrij Melnyk, feiert die von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) versprochene Übergabe des Luftabwehrsystems Iris-T. „Wir brauchen mehr solcher Systeme, um Städte und Infrastruktur zu verteidigen“, sagte Melnyk der Funke Mediengruppe. Er warnte jedoch vor Eile: “Die letzte Ladung deutscher Waffen ist am 3. Mai in der Ukraine eingetroffen.”
00:01 Uhr: Dänen stimmen für Beteiligung an EU-Verteidigungspolitik
Die Dänen haben mit großer Mehrheit für die Teilnahme an der gemeinsamen Verteidigungspolitik der EU gestimmt. Nach Auszählung aller Stimmen stimmten fast 67 Prozent in einem Referendum dafür, den seit 30 Jahren bestehenden Sonderstatus ihres Landes zu beenden. Dänemark, Gründungsmitglied der NATO, ist seit 1973 Mitglied der EU. 1992 lehnten jedoch 50,7 Prozent der Dänen den Vertrag von Maastricht ab, der neben einer europäischen Wirtschafts- und Währungsunion auch eine gemeinsame vorsieht Außen- und Sicherheitspolitik der EU.
12:00 Uhr: Russischer Raketenangriff in der Westukraine
Am Mittwochabend sollen mehrere russische Raketen in der Westukraine gelandet sein. Das Ziel des Angriffs sei die Verkehrsinfrastruktur im Bezirk Stryi, sagte der Leiter der Militärverwaltung der Region Lemberg, Maxym Kosytskyi, gegenüber Telegram. Nach ersten Berichten wurden zwei Menschen verletzt, zu den Toten gab es zunächst keine Angaben. Gegen 21:00 Uhr Ortszeit (20:00 Uhr MESZ) wurde in allen Teilen der Ukraine wegen der Angst vor russischen Raketenangriffen Luftalarm gegeben. Bei einer Bombenexplosion in der südchinesischen Stadt Mykolajiw sind am Mittwoch zwei Menschen getötet und zwei verletzt worden.