Ukrainekrieg: Die Russen zünden die Getreidefelder an

Im Ukrainekrieg zündeten Putins Truppen die Getreidefelder der Ukraine mit Streubomben an. Dem Weltmarkt werden bald mehr als 20 Millionen Tonnen Getreide fehlen.

Die Russen zündeten die Felder an. – Twitter / @EmineDzheppar

Ankündigungen

das Wesentliche zusammengefasst

  • Die Russen stehlen nicht nur Getreide aus der Ukraine, sie sollen es auch verbrennen.
  • In den sozialen Medien häufen sich Berichte und Bilder von brennenden Weizenfeldern.
  • Die globale Nahrungsmittelkrise spitzt sich zu.

Ende Mai kreisten Satellitenbilder von getreidebeladenen russischen Frachtschiffen aus der Ukraine. Damals sagte die Bundesregierung, Russland blockiere den Export von 20 Millionen Tonnen Getreide. Der Krieg in der Ukraine macht eine globale Hungerkrise immer wahrscheinlicher.

Doch jetzt kommt es noch schlimmer: Die Russen sollen Getreidefelder in Brand gesteckt haben, die normalerweise im Juli geerntet werden sollen. Oleg Nikolenko, Sprecher des Außenministeriums der Ukraine, schreibt auf Twitter. “Russische Truppen haben Getreidefelder in der fruchtbaren Region Saporischschja in der Ukraine in Brand gesteckt.”

Russische Truppen sollen Getreidefelder in der Ukraine gezielt in Brand gesteckt haben. – Twitter @OlegNikolenko_

Und weiter: “Erinnern Sie sich jedes Mal an dieses Bild, wenn die Russen behaupten, sich Sorgen um die globale Ernährungssicherheit zu machen.” Millionen Menschen hungern, weil Russland einen brutalen Krieg gegen die Ukraine geführt hat.

Das Bild stammt von ukrainischen Journalisten im Ukrainekrieg

Nikolenko hat das Foto auf der Facebook-Seite von Ihor Lutsenko gemacht. Der ukrainische Journalist und Politiker veröffentlicht weiterhin Luftbilder des Ukrainekriegs.

Haben Sie auch in die Ukraine gespendet?

Lutsenko schreibt: “Die Russen verbrennen unser Brot.” Dazu würden die Eindringlinge spezielle Streubomben einsetzen: „Ein spezielles Projektil fliegt durch die Luft“, sagt Lutsenko.

Das Projektil hat ein “anderes Geräusch, als würde es mit seinen Metallflügeln schlagen. Bevor es in der Luft explodiert und mehrere Fragmente in Flammen freisetzt, die langsam niedergehen.”

Rauch steigt von den Frontlinien auf, wo ukrainische und russische Truppen erbitterten Kämpfen ausgesetzt sind. Ein Traktor transportiert Weizen zu einem Getreidewagen. Ukrainische Bauern mischen am 23. Juni 2022 in einer Zeitschrift Gersten- und Weizenkörner nach der Ernte in der Region Odessa in der Südukraine. Rauchfahnen sind in der Ferne zu sehen, während ein Bauer die Ernte einsammelt.

Dann setzten die Projektile das Feld in Brand. Nach mehreren Wochen heißen Wetters ist der Weizen trocken wie ein Köder. Die Flammen sind bis zu fünf Meter hoch und erstrecken sich über Hunderte von Metern. Der schwarze Rauch breitet sich meilenweit über den Himmel aus.“

25 Millionen Körner fehlen auf dem Weltmarkt

Mehrere ukrainische Kanäle posten Bilder der brennenden Weizenfelder in den sozialen Medien. Nach Angaben der Vereinten Nationen dürften nun 25 Tonnen Getreide in ukrainischen Häfen und Silos gestrandet sein. Lebensmittel sind in Asien und Afrika gefährdet.

Auch der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj (44), spricht von mindestens einer halben Million Tonnen Getreide, die Russland aus der Ukraine gestohlen habe.

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